Liebste Shiva

ich hoff‘ du bist angekommen.

Mehr als eine Woche ist es nun her, dass wir dich haben gehen lassen. Gemeinsam schickten wir, Mama und ich, dich unter Tränen über den Regenbogen. Dieser Gang zum Tierarzt war das, wovor ich am meisten Angst hatte. Schon seit Jahren weinte ich allein bei dem Gedanken dich eines Tages zu verlieren. So ist der Lauf des Lebens, sagte man mir immer wieder. Ein grausamer Lauf des Lebens, wenn man mich fragt.

Du warst ein Sonnenschein und zaubertest mir immer ein Lächeln ins Gesicht. Du warst mein Ruhepool und hast es mir nie krumm genommen, wenn ich all meinen Frust an dir ausgelassen habe. In Momenten der Trauer und auch der Wut warst du da, warst einfühlsam und hast einfach zugehört. Nagut, eine große Wahl hattest du auch nie. Dennoch legtest du immer deinen Kopf auf meinen Schoß und warst eben einfach da. Du warst.

Weißt du noch, als du zu uns kamst und fröhlich vor dich her gebrummt hast? Da hatte ich Angst vor dir. Ich, mit meinen grade mal 8 Jahren, kannte brummen immer nur als Drohung von Hunden. Du hast aber nie gedroht, du hast erzählt. In all den Jahren hab ich nie miterlebt, dass du einem Menschen gegenüber gedroht hättest. Du hast alles mit dir machen lassen, warst immer freundlich zu jedem. Für einen Hund aus der Tötung ein wahrlich erstaunliches Verhalten.

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Du bist mein Herzenshund und das wirst du wohl auch für immer bleiben. Du hast so viel miterlebt, uns so viele schöne Erinnerungen geschenkt und letztlich einfach mal mehr als die Hälfte meines Lebens an unserer Seite verbracht.
Die Trauer, die sich wie ein Schatten nun an meiner Seite befindet ist nicht in Worte zu fassen. Ich dachte ja, Fannys Tod wäre unerträglich gewesen, aber das war einfach nichts im Vergleich zu dem, was ich nun durchlebe.
Es ist, als wäre ein Teil von mir mit dir verloren gegangen und als würde ich verzweifelnd versuchen diesen Teil wieder zu finden. Wo ich auch bin, du fehlst einfach.

Wicca gibt sich beim Trösten die größte Mühe und weicht mir nicht von der Seite, sobald die Tränen kullern. Sie hat sogar angefangen zu grummeln, aber das macht sie bei weitem nicht so wie du. Wer weiß, vielleicht kann sie mir eines Tages so über den Verlust hinweg helfen, wie Killy es bei Fanny tut.

Was ich sagen wollteist, dass ich dich vermisse. Jeder, der dich kannte wird das tun. Du hast ein riesiges Loch in den Herzen derer hinterlassen, die dich geliebt haben.
Ich liebe Dich.
Flieg, du wundersames Geschöpf und ruhe in Frieden.

05.07.2017 – R.i.P.

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