Durch die Nacht mit…

…mir.

Nach einiger Zeit ohne viel Feierei habe ich wieder ein Wochenende im Nachtleben von Berlin verbracht. Ein Wochenende, was für meinen Körper sichtlich ungewohnt war – schließlich ist es ja doch eine ganze Weile her bei mir. Ich sage euch, mit 20 wird man doch langsam alt.

Nun aber zu den wichtigen Themen des Wochenendes. Ich war Freitag endlich mal wieder auf einem Konzert, welches mir persönlich sehr am Herzen liegt. Nachdem ich 2014 zum ersten Mal mit auf ein Greeen Konzert genommen wurde, lasse ich es mir nicht mehr nehmen besagten Rapper zu unterstützen. Zu sympathisch ist dieser Mensch, zu familiär die Konzerte. Offen gesagt, seit 2014 hat sich auch diesbezüglich einiges getan, auch Greeen ist etwas bekannter geworden. Dennoch nimmt er sich nach den Konzerten immer noch für jeden von uns die Zeit für mitunter auch sehr ausgiebige Gespräche. So kommt es, dass man sich zumindest vage kennenlernt und immer eine Art „hey, dich kenn‘ ich doch“ von Seiten des Künstlers kommt.

Nach nun vier Konzerten habe ich bei diesem entschieden die Zeit nach dem Auftritt nicht damit zu verbringen, zu warten um mit Pasquale (Greeen) zu sprechen. Stattdessen wollte ich diesmal einem anderen, meiner Meinung nach irgendwie immer im Hintergrund stehenden, Menschen die Zeit für ein Gespräch rauben: Marvin Springfield. Immer dabei, immer an den Turntables, immer die Stimme im Hintergrund. Ich muss zugeben, anfangs wusste ich nicht was ich mit ihm anfangen soll, wirkte er doch immer eher distanziert, wodurch ich auch irgendwie nicht den Mut hatte ihn anzusprechen. Mit der Zeit (drei Jahre sind durchaus recht viel) habe aber auch ich mitbekommen, dass er ebenfalls ein unfassbar lieber Mensch ist. Sobald ich dann seinen Merch gesehen habe, stand fest: ich muss das haben. So kam es auch, denn ich habe mir  einen unglaublich schönen Pulli gekauft und als ich ihn damit konfrontiert habe, hat man direkt eine Mischung aus Ungläubigkeit und Freude in seinem Gesicht gesehen. Das war so mein Moment des Abends, denn nichts ist für mich schöner, als zu sehen wie sich ein Mensch ehrlich freut, weil man das was er macht gut findet. Wir hatten ein super Gespräch, in dem er zu meinem Erstaunen sogar meinen Namen zuordnen konnte.

Nachdem das Konzert um war, stand kurz die Überlegung im Raum mit ein paar anderen zu einer Homeparty zu fahren. Irgendwie hatte ich aber viel mehr Lust auf die Trailerpark Bar, wodurch ich mich letztlich von der Gruppe verabschiedet habe und zum ersten Mal in meinem Leben alleine in eine Bar gegangen bin. Dass ich auf Festivals regelmäßig meine Leute verliere und alleine unterwegs bin, daran habe ich mich ja nun gewöhnt. Alleine jedoch durch Berlin zu ziehen, das war dann doch etwas ungewohnt. Letztendlich bin ich froh es gemacht zu haben. In der Bar habe ich ein paar super liebe Menschen kennengelernt und Barkeeper Ecke hat mir den Rapetrain in neuer Dimension gezeigt, nämlich mit Gin. Ich kann mich an kein Getränk erinnern, was mir besser gefallen hat, als dieses.

img_1734

Nachdem ich in der Bar den einen oder anderen Rapetrain bekommen habe und einige schöne Gespräche führen durfte – an dieser Stelle einmal Danke an die lieben Menschen, die sich meiner erbarmt haben, hielt ich es für eine gute Idee noch feiern zu gehen. Schon relativ lange wollte ich mir mal das Kater Blau von innen angucken. Kaum hatte ich darüber nachgedacht, war ich auch schon auf dem Weg dorthin, bzw. drin. Im Nachhinein ärgere ich mich ein wenig, erst so spät dorthin gefahren zu sein, denn mich überkam dann doch recht schnell die gute Müdigkeit, sodass ich nach drei Stunden beschlossen habe, dass es besser ist nach Hause zu fahren. Im Übrigen bin ich ein Genie, wodurch ich statt 10 Minuten zum Ostbahnhof zu laufen einfach in die falsche Richtung gelaufen bin und letztendlich am Alexanderplatz gelandet bin. Orientierung ist mein Ding. Immerhin hatte ich somit schon früh morgens mein Schritteziel komplett, ich sagte doch, ich bin ein Genie.

Zu meinem Erstaunen war ich Samstag (nach lediglich drei Stunden Schlaf, weil ich nicht länger schlafen konnte) relativ fit. Das war auch gut so, denn für Samstag Abend stand eine ganz besondere Bar auf dem Programm (ja, die Trailerpark Bar). Das war jedoch schon einige Tage so geplant, also sind wir da auch relativ spät am Abend hin. In der Bar angekommen wurde ich von Ecke direkt mit einem „Rapetrain mit Gin hm?“ begrüßt und musste darüber etwas schmunzeln. Er hatte so recht. Der zweite Barkeeper (sorry, den Namen weiß ich leider nicht) fragte mich nur etwas irritiert, ob nicht am Vortag schon dagewesen war – erwischt.

Diesmal war der Abend jedoch weniger mit Feierlaune verbunden, sondern einfach ein super entspannter Abend mit ganz viel Stuss, den wir so zusammen geredet haben. Zwischendurch gingen wir Burger essen, um danach wieder in der Bar zu hocken und einfach ’ne Runde dummes Zeug zu reden. Was habe ich gelacht an dem Abend, welcher relativ schnell wieder endete, weil wir doch recht fertig waren vom Vorabend. An der Warschauer Straße hörten wir einem Musiker zu, der wirklich cool war und total sympathisch war, bis wir irgendwann entschieden, dass wir nun doch mal nach Hause fahren sollten.

Mein Sonntag bestand folglich tatsächlich aus einem ganzen Tag Schlaf, bis ich abends dann doch noch zu Killy gefahren bin. Mein Körper hat mir dieses Wochenende nicht wirklich gedankt und sich Sonntag eben den fehlenden Schlaf zurückgeholt.
Letztendlich war es dennoch eine super Abwechslung und ehrlich gesagt, es tat mir auch gut, einfach mal wieder so ein Wochenende zu erleben. Wird nun auch nicht die Regel werden, aber so hin und wieder kann man sowas durchaus machen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s