Angst vor der Kamera

Wie Killy und ich jedes Shooting überstehen

Ich muss mal eben zugeben, so gerne ich mir die Fotos von Nina ansehe, zu wissen, dass dies nur ein kleiner Teil aller gemachten ist, ist regelrecht erschreckend. Bei jedem Shooting sind Bilder dabei, wo man sich durchaus fragt, wie meine Gesichtszüge so entgleisen konnten. Natürlich sind diese Bilder immer auch sehr mit Humor zu nehmen und eine schöne Abwechslung, sie zeigen aber auch deutlich, dass ich eben kein Profi vor der Kamera bin.

Ehrlich gesagt fielen mir die ersten Shootings auch furchtbar schwer. Nicht nur die Tatsache, dass wir irgendwie Killy in das rechte Licht rücken müssen, nein, auch ich bin auf vielen Bildern zu sehen und möchte diese natürlich nicht durch einen blöden Gesichtsausdruck oder eine ungünstige Körperhaltung versauen. Dabei jedoch noch möglichst natürlich zu lächeln war anfangs wirklich nicht leicht.

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Fanny und ich – Dezember 2014

Als Nina und ich anfingen, hier und dort Bilder zu machen, hatten wir beide eigentlich keine Ahnung davon, wie man nun Mensch und Pferd richtig in Szene setzt. Ich muss dazu aber auch sagen, dass Killy ein wesentlich besseres Model abgibt, als Fanny. Dass sie schöner ist, will ich gar nicht sagen, allerdings präsentiert sie sich ganz anders und bietet uns auch viel mehr an. Während Killy wirklich mal eine Weile stehen bleibt, sodass Detailbilder ohne Probleme machbar sind, war Fanny von der ungeduldigen Sorte und hat es Nina und mir alles andere als leicht gemacht.

Zudem wachsen Nina und ich auch mit unseren Aufgaben. Seit ich diesen Blog habe, treffen wir uns regelmäßiger und ich möchte mal eben behaupten, dass die Qualität der Bilder heute eine ganz andere ist, als die derer von 2014. Das ist uns beiden schon aufgefallen, denn wenn man sie direkt miteinander vergleicht, sieht man deutliche Unterschiede (auch bei mir).

Mit der Zeit und der Routine haben wir neue Ideen bekommen, wie man etwas umsetzen kann. So greifen wir nicht selten bereits entstandene Bilder auf und verwirklichen diese einfach nochmal anders (Nina, wie viele Bilder gibt es von Killy und mir am Putzplatz oder von hinten wenn wir irgendwo langlaufen?). Auch was die Kulisse angeht, sind wir mittlerweile echt flexibel geworden und haben immer neue Ideen, was man wo am besten realisieren könnte. So schaffen wir uns langsam aber sicher immer mehr Vielfalt, auch wenn es furchtbar anstrengend ist, an nur einem Tag vier Kulissen „abzuarbeiten“.
Auch lerne ich langsam, meine Gesichtszüge unter Kontrolle zu halten. Es wird schon besser, allerdings will es mir nie so richtig gelingen (ihr seht gleich ein Paradebeispiel).
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Bilder wie dieses findet man in jedem der Ordner von unseren Shootings. Ich kann sogar dafür garantieren, dass es nie bei nur einem bleibt. Ist es dann so wie hier, dass Killy auch seltsam guckt, ist jedoch auch ein solches Bild auf seine eigene Art irgendwie perfekt.
Ich war mir tatsächlich nie bewusst darüber, dass ich gerne einen solchen Gesichtsfasching veranstalte. Es kann nur besser werden und ich denke hier bin ich auch eine ziemliche Herausforderung für Nina. Wie soll sie schließlich schöne Bilder machen, wenn ich so gucke?

Sie schafft es irgendwie aber trotzdem immer, in ihrer Kamera unfassbar schöne Bilder festzuhalten.
Wie aber überwindet man die Scheu vor der Kamera? Ich denke dazu kann ich nicht viel sagen, denn letztendlich macht es die Routine, aber eins sei gewiss: ein kleines Lächeln für die Kamera ist gar nicht so schlimm. Eine Kamera frisst niemanden auf und wenn die Chemie zwischen Fotograf und einem selbst stimmt und beide wissen, wofür man das alles macht,  ist es gar nicht so schwierig hier und da freundlich zu gucken.
Je öfter Nina und ich uns treffen, desto genauer werden unsere Vorstellungen dessen, was wir am Ende des Tages geschafft haben wollen. Standen wir vor 4 Monaten recht planlos im Stall, haben wir mittlerweile immer eine Art Skript und planen vorher vieles durch (klappt nicht immer, aber immer öfter). Wir sind eben alle keine Profis, allerdings ist es für mich langsam nichts gravierend aufregendes, wenn Nina mit ihrer Kamera dabei ist. Im Gegenteil, es ist irgendwo Normalität geworden und macht mir (und vielleicht auch Killy und Nina) immer mehr Spaß und das spiegelt sich sehr in den Bildern wieder. Denn (oh Wunder) die Bilder, die geschossen werden, während wir alle völlig zwanglos agieren, sind immer die schönsten.

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