Meine Nase und ich

Allmählich habe ich den Eindruck, es wird ein nicht so bald enden wollendes Thema. Auch wenn ich es hier bisher nicht angesprochen habe, meine Gesundheit lässt momentan wirklich mehr als nur zu wünschen übrig. Seit mehreren Monaten halte ich viel Stress kaum aus, sofort quittiert mein Körper diesen mit diversen Krankheiten. Mal ist es eine Angina, dann doch wieder Magen-Darm. Aber die Grippe gepaart mit hohem Fieber ist mein Alltime-Favourite.
Mit der Zeit gewöhnt man sich daran, im Grunde merkt man ja auch recht schnell ob man krank wird bzw. ob sich da was ankündigt. Auf meine kleinen Wehwehchen reagiere ich meist mit einer Ladung Tee, gehe früh schlafen und notfalls schieb ich noch eine Paracetamol hinterher. Damit hat es sich dann oft auch schon wieder erledigt und mein Körper gibt wieder Ruhe. Tut er das nicht, liege ich halt eine Woche flach und dann ist das Ganze ebenfalls wieder gegessen. Nichts dramatisches, nur ermüdend.

Nun hat sich mein liebster Körper aber was ganz neues ausgedacht: Nasenbluten. Ich kann von mir behaupten, dass ich selten bis nie Nasenbluten habe. Wenn, dann in extremen Ausnahmefällen. In meiner Schulzeit kam das glaube ich genau einmal vor. Die Bilanz wäre vermutlich höher, hätte ich eine Ballsportart oder Karate oder sowas betrieben. Habe ich aber nicht, ich war (und bin) einfach stinkend faul, was das angeht.
Tja, eine glückliche Jugend hatte ich und jetzt? Jetzt blutet meine Nase schon länger als zwei Wochen fröhlich und munter vor sich hin. Natürlich immer nur, wenn ich sie putzen will oder gerade viel rede. Eine Erkältung macht sich übrigens auch ausgesprochen gut bei einer offenbar entzündeten Nasenschleimhaut. Würde das alles ohne Schmerzen verlaufen, Freunde, ich würde da nichts sagen. Wäre ok, gibt ja Taschentücher. Aber Schmerzen? Nein, Danke.
Zu diesem Dauerbluten kamen vergangene Woche dann noch permanente Müdigkeit, Schlappheit, Fieber und dieses ganze Gedöns, weswegen ich dann doch mal meinen Arzt aufgesucht habe – bzw. wollte ich ihn aufsuchen.

Wer kennt es nicht, da geht man dreimal im Jahr zum Arzt und genau dann ist dieser im Urlaub. Oft gehe ich wieder nach Hause, wenn ich das beliebte „Wir sind im Urlaub, unsere Vertretung ist…., ab dem … sind wir wieder für Sie da“-Schild lese. Bevor ich weiter nach einem Arzt suche, versuch ich meist lieber einfach das Schlamassel auszusitzen. Diesmal bin ich allerdings doch zur Vertretung gegangen. Es ging einfach nicht mehr so weiter. (Doch, Samira. Es geht so weiter, wie man sieht.)
Seitdem bin ich krankgeschrieben und erstaunlich oft im Wartezimmer. Mein Blutdruck wurde gemessen, der ist aber unauffällig, was die Schlappheit nicht wirklich begründet. Mein Blut wurde auch getestet, weil der Verdacht auf eine von drei eher unschönen Diagnosen nahegelegen hat. Hier ist aber auch alles in Ordnung. Da ich Montag zur Befundbesprechung ohnehin zum Arzt sollte, (mein Arzt war da wieder aus seinem Urlaub zurück) konnten wir uns gleich darüber den Kopf zerbrechen, wie wir mich wieder fit bekommen. Der nächste Schritt war deutlich:  eine Überweisung zum HNO – da wäre jetzt vermutlich niemand drauf gestoßen, schließlich habe ich ein Nasenproblem.

Mit HNO Ärzten ist das so eine Sache, musste ich leider feststellen. Diejenigen die eine Akutsprechstunde ohne Termin anbieten, schicken einen weg, weil man aus dem „falschen“ Ort kommt und diejenigen (zu denen man dann geschickt wird) die eigentlich eine Nachmittagssprechstunde haben, lassen diese mal eben gekonnt auf unbestimmte Zeit ausfallen. Ich war ungelogen an dem Tag von 8 bis 15 Uhr unterwegs, auf der Suche nach einem Arzt. Zwar habe ich meinen am Vormittag besuchen können, aber dennoch war die Zeit von 11 bis 15 Uhr dann nur noch sinnlos verschwendet. Ende vom Lied: Ich war immer noch nicht beim HNO, habe nach wie vor alle oben genannten Symptome und keiner weiß warum. Nach diesem kleinen Suchspiel ging es mir auch nicht unbedingt besser. Im Gegenteil: ich hatte mich wieder sinnlos aufgeregt und zack: die Nase blutete. Abends lag ich dann auch ziemlich erschlagen begleitet von Schüttelfrost in meinem Bett. Da hab ich was gekonnt.

Heute sollte ich wieder zu meinem Arzt, eigentlich um den Befund vom HNO durchzusprechen und zu schauen ob mein Zustand besser wird. Kann so ja nicht weiter gehen. (Doch. Siehe oben.)
Nachdem ich meinem Arzt von meinem Erfolg bei den HNO Ärzten berichtet habe, wurde mir wieder eine Überweisung in die Hand gedrückt. Diesmal: ab in die Radiologie, Nasennebenhöhlen röntgen. Neben der Überweisung habe ich auch ein paar Rezepte mitnehmen dürfen und auf dem Weg zur Radiologie sammelte ich die Medikamente bei der Apotheke ein. Nun bin ich bestens gerüstet und hoffe, dass die irgendwas bewirken und vor allem auch endlich Besserung verschaffen.

Tatsächlich erlebte ich in der Radiologie mein persönliches Weltwunder. im Normalfall kenne ich es so, dass man halbe Ewigkeiten warten muss, bis man ohne Termin dann mal für 5 Minuten geröntgt wird. Heute lief aber alles sehr schnell ab. Ich kam rein, meldete mich an, setzte mich und keine 10 Minuten später war ich an der Reihe, dabei war der Warteraum relativ voll. Letztendlich habe ich knappe 20 Minuten dort verbracht und konnte dann wieder nach Hause.
Was dabei nun rauskam? Das bespreche ich vermutlich Freitag oder Montag mit meinem Arzt. Hängt ganz davon ab, wann der Befund bei ihm eintrudelt.

Immerhin machen sich nun meine Versicherungsbeiträge endlich nützlich und ich habe doch was von meinem Geld. Man muss die Dinge positiv sehen.
Was hat die Welt nun von diesem Beitrag? Nichts. Hier gab es nicht einmal eine grundlegende Message oder einen tieferen Sinn. Das einzige was dieser Beitrag vielleicht vermittelt ist, dass es durchaus möglich ist knapp zwei Wochen krankgeschrieben zu sein, ohne dass eine erkennbare Besserung eintritt oder überhaupt die Ursache bekannt wird.
Ich für meinen Teil werde nun meine Tabletten einwerfen (ich Junkie), mir einen Tee machen und mich noch ein wenig auf die Couch lümmeln.

Bild: Da sieht man halt zwei Nasen. Die wussten aber noch nicht, dass nun eine davon ziemlich kaputt zu sein scheint. Wie es der Nase von Killy geht, kann ich euch leider nicht sagen. Sie redet halt nie mit mir darüber.

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