Das Dually Halfter von Monty Roberts

Auf Facebook habe ich bereits einen Beitrag hierzu verfasst, jedoch erreichen mich nach wie vor Fragen zu dem Dually Halfter und da ich nicht alles zig mal berichten mag, fasse ich hier nun meine Erfahrungen damit zusammen, um zukünftig auf diesen Beitrag verweisen zu können. 

Warum habe ich mir dieses Halfter gekauft? 
Ganz banal ausgedrückt: ich hatte massive Probleme Killy zu longieren und war schon so verzweifelt, dass mir jedes neue Hilfsmittel ins Haus gekommen wäre. Über Halfter, Knotenhalfter, Kappzaum, Trense wurde alles probiert und nichts hat Killy davon abgehalten mir über die Schulter auszubrechen und mitunter sogar davon zu stürmen. Durch den Hinweis einer Freundin auf eben dieses Halfter, war der Entschluss schnell gefasst und ich kaufte es.

Was kostet das Dually Halfter? 
Zugegeben, es ist auf den ersten Blick wahrlich kein Schnäppchen. Für 69,90€ kann man es bei Krämer erstehen und auch ich war anfangs schockiert über diesen Preis, bin im Nachhinein aber vollkommen begeistert und finde es rechtfertigt seinen Preis durch Qualität und Nutzen.

Wie wendet man das Halfter an? 
Dazu wird bei Lieferung eine DVD beigelegt, in der genau erklärt wird, wie das Halfter zu verschnallen ist und was so die Basisübungen sind. Wie bei allen Methoden kann man auch hiermit bei nicht sachgerechter Handhabung einen erheblichen Schaden anrichten. Ist das Halfter jedoch korrekt verschnallt, sollte man sein Pferd erst einmal damit warm und vertraut machen, bevor man direkt das abverlangt, was sonst nie klappt. Hier bietet sich an, das Pferd zu führen und anzuhalten. Dadurch lernt eurer Pferd wie das Halfter einwirkt ohne in Stress zu geraten (vorausgesetzt euer Pferd weiß, dass es anhalten soll, wenn ihr es tut). Generell wird empfohlen das Seil / die Longe 0der auch den Strick immer in dem inneren (also zu euch zeigenden) Ring zu haken, damit erreicht ihr beim Longieren beispielsweise schon die Stellung (wenn auch anfangs nur minimal). Prinzipiell gilt: belohnt jeden noch so kleinen Fortschritt. Sollte euer Pferd sich auch mit diesem Halfter losreißen wollen, braucht ihr im Grunde nur festhalten. Dass dieses Verhalten für euer Pferd unangenehm ist, merken die lieben Vierhufer ganz schnell. Wohlbemerkt rede ich hier von unangenehmen, nicht schmerzhaftem Druck. Kilkenny hat es mit diesem Halfter zwei mal versucht, seitdem läuft sie wie ein Lamm an der Longe in allen Gangarten und wirkt dabei nicht gepeinigt, sondern entspannt.

Was kann man mit dem Halfter machen?
Kurz gesagt: alles. Man kann sein Pferd mit dem Halfter im Alltag „erziehen“, es damit am Anbinder putzen, für die Bodenarbeit bietet es sich besonders an und auch reiten ist hiermit möglich, sofern euer Pferd das Halfter und seine Wirkung auch von oben aus respektiert bzw. fein auf euren Schenkel reagiert.

Wie oft arbeiten wir mit diesem Halfter? 
Das hängt davon ab, wie viel Bodenarbeit ich in unseren Wochenplan einbaue. Für uns ist das Halfter aktuell für alles am Boden unersetzlich, da ich bemerkt habe, wie motiviert sie an diesem Halfter mitarbeitet.

Werde ich das Halfter irgendwann bei der Longenarbeit wieder durch einen Kappzaum oder die Trense ersetzen?
Ja. Grundlegend vertrete ich die Auffassung, dass ein Pferd an allen Zäumungen entspannt sein kann und soll. Deshalb wechsle ich hier auch immer wieder durch, damit Killy lernt, dass keines meiner Hilfsmittel böse ist oder ignoriert werden kann. Schließlich hätte ich ein enormes Problem, wenn ich bei einer Reiteinheit mit Trense feststelle, dass sie für mich zu viel Dampf unterm Hintern hat und sie dann nicht ablongieren könnte, weil mein Pferd sich nicht an der Trense longieren lässt.

 

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