Klausurenwahnsinn

Ich habe es schon mehrfach angesprochen: Klausuren fordern viele Nerven und auch wahnsinnig viel Zeit. Zumindest, wenn man diese bestehen will und nicht auf seine Noten pfeift. Es gibt jedoch Tricks, wie man sich seine Lernzeit angenehmer machen kann, denn großartig einkürzen kann man diese leider nicht.

  1. Macht euch über das Semester verteilt schon Notizen und erstellt Zusammenfassungen. Das erspart euch enorme Zeit, die ihr unmittelbar vor der Klausur hierfür eigentlich gar nicht mehr habt. Die Zeit unmittelbar vor den Klausuren könnt ihr dann damit verbringen eure bereits zusammengefassten Inhalte zu lernen.
  2. Geratet nicht in den absoluten Stress. Natürlich, jeden zweiten Tag eine Klausur zu schreiben ist hart und lässt einen gerne in Panik ausbrechen. Wenn ihr aber genau das tut, beschäftigt ihr euch viel mehr mit eurer Misere und die Zeit, in der ihr verzweifelt fehlt dann beim Lernen.
  3. Macht euch einen Klausurenplan. Klingt albern, hilft aber. Wenn ihr auf einem Zettel vermerkt wann ihr welche Klausur schreibt, könnt ihr mit Hilfe eures Kalenders genau festlegen, an welchen Tagen ihr für welches Fach lernt. Somit behaltet ihr auch ein Stück weit den Überblick und müsst nicht alles auf einmal lernen.
  4. Nutzt eure Bibliothek. Wenn eure Dozenten euch Literaturhinweise geben, schaut ob ihr die entsprechenden Bücher in der Bibliothek eurer Uni ausleihen könnt. Wenn nicht, fragt eure Dozenten welches Buch sie am ehesten empfehlen und holt es euch. Es nimmt zwar viel Zeit weg, aber nebenbei Literatur zu den Themen zu lesen verinnerlicht das ganze. Voraussetzung: Ihr müsst die Bücher dann auch wirklich lesen. Zumindest die Kapitel die für euch dann relevant sind.
  5. Besorgt euch viel Wasser und Nervennahrung. Es wird immer wieder unterschätzt, wie anstrengend so ein Tag am Schreibtisch sein kann. Stellt euch genügend Wasser hin und erlaubt euch hin und wieder ein Stück Schokolade. Alternativ: Traubenzucker. Wenn es doch mal etwas später wird, kann ich euch nur Zitronensaft (verdünnt) empfehlen. Durch den sauren Geschmack vergisst man recht schnell seine Müdigkeit und ist recht schnell wieder im Stande zu denken. Von Kaffee und Energydrinks halte ich nicht so viel, da es mir schlichtweg nicht schmeckt, aber es soll bekanntlich auch helfen.
  6. Lernt mit anderen. Sobald ihr den grundlegenden Stoff verinnerlicht habt und nur noch ein paar Fragen habt, lohnt es sich tatsächlich mit anderen gemeinsam zu lernen. Dabei könnt ihr euch austauschen und oft ergeben sich so ganz neue Eselsbrücken. Außerdem macht gemeinsam lernen mehr Spaß.
  7. Lernt eure Dozenten kennen. Viele Dozenten sind durchschaubar was den Inhalt der Klausur angeht, andere machen sofort deutlich, dass hier nicht gespickt werden kann. Je besser ihr eure Dozenten kennt, desto „leichter“ könnt ihr eure Klausurbedingungen erahnen. Ein Dozent der von vorne herein sagt, er würde die Gesetze kontrollieren (sofern ihr welche nutzen dürft), lässt keine Zweifel daran, dass spicken hier keine gute Idee ist. Ein Dozent der jedoch von vorne herein eher lustlos an die Sache rangeht und generell sehr gleichgültig wirkt, wird eher an seinem Handy spielen, als zu kontrollieren, ob ihr eventuell schummeln könntet.
  8. Schreibt euch Spicker. Versteht mich nicht falsch, ich möchte nicht zum spicken animieren (letztendlich tun das eh alle), aber es hilft durchaus kurz vor knapp nochmal genau das aufzuschreiben, was man eben nicht kann. Mir geht es sehr oft so, dass ich die Spicker, die ich mir schreibe, gar nicht benötige, da ich den Inhalt von ihnen noch weiß. Lasst euch mit euren Spickern aber nicht erwischen, das erklärt sich denke ich von selbst.
  9. Nehmt euch Essen und Trinken mit in die Klausur. Häufig bleibt zwar keine Zeit dafür, aber falls doch mal die große Ratlosigkeit kommt, ist es ganz angenehm sich mit Essen ablenken zu können. Achtet dabei aber darauf nichts mitzunehmen was großartig knistert oder ähnliches, denn sonst stört ihr die anderen.
  10. Macht euch unmittelbar vor eurer Klausur nicht auch noch verrückt. Wenn ihr im Raum sitzt und etwas nicht könnt, dann hilft es euch wenig panisch die anderen zu fragen, wie es denn geht. Das bringt dann nämlich auch nichts mehr. Konzentriert euch in der Klausur dann lieber auf die Dinge die ihr könnt und erledigt die zuerst. Rumraten kann man hinterher immer noch.

Nochmal, ich möchte niemanden zum Spicken animieren. Spicker können eine Lebensversicherung sein, sie können euch aber auch ganz schnell eine 5,0 bescheren. Hier muss jeder selbst wissen, was er tut.
Des Weiteren macht euch keinen unnötigen Stress wenn ihr mal eine Klausur nicht besteht. Geht zur Klausureinsicht und versucht es entweder direkt nach den Semesterferien erneut, oder eben ein Semester später, wenn ihr die Möglichkeit habt, ohne euer Studium dadurch unnötig zu verlängern. Generell empfehle ich aber immer in den ersten Versuch zu gehen. Dort bekommt ihr ein Gefühl dafür, was eure Dozenten von euch erwarten und wisst im schlimmsten Fall, woran es gescheitert ist.
Tut euch einen Gefallen und schiebt nicht zu viele Klausuren in die Folgesemester, denn irgendwann seit ihr im letzten Semester und wenn ihr dann durchfallt, dürft ihr noch ein Semester ran hängen, nur weil ihr geschoben habt. Generell sind alle Klausuren machbar, wenn man regelmäßig in seinen Vorlesungen war und zu Hause auch ein wenig für die Uni nachbereitet.

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2 Gedanken zu “Klausurenwahnsinn

  1. goldenmelancholy schreibt:

    Tolle Tipps! Vielen Dank! Bin noch im ersten Semester und kann echt jeden gut gemeinten Rat gebrauchen – vor allem was das Lernen angeht! Spicken werde ich trotzdem nicht. Ich kenne das nur zu gut aus meiner Schulzeit (da haben wir es ja alle getan) und möchte im Studium eigentlich lieber darauf verzichten. Bringt mich im Leben ja nicht weiter! Liebe Grüße, Julia ♥

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