2016

Es ist wieder soweit, ein weiteres Jahr neigt sich dem Ende zu und das Internet ist voller Jahresrückblicke. Ehrlich gesagt wollte ich keinen schreiben, denn mein Jahr war einfach zu sehr von Fanny’s Tod überschattet. Da jedoch auch viele schöne Dinge passiert sind, habe ich mich nun doch für einen Bericht über dieses Jahr entschieden. 

Januar
Das Jahr begann ungefähr so, wie das vorherige endete. Ich befand mich mitten in der Lernphase für meine anstehenden Klausuren, wohnte im Wohnheim und war relativ häufig mit Freunden unterwegs. Zusätzlich befand ich mich täglich im Stall, denn Fanny stand zu dem Zeitpunkt noch in einem Stall, wo wir quasi Selbstversorger waren. Einziges Drama in diesem Monat: mein Streit mit den Machern der Reiterbox, denn mein bestellter Adventskalender sollte nie den Weg zu mir finden (jetzt, ein Jahr später habe ich nach wie vor weder Ware noch Geld gesehen).

Februar
Semesterferien – das bedeutet, ich habe im Grunde nicht viel gemacht, abgesehen von Fanny besuchen und arbeiten. Die Suche nach einem Praktikumsplatz war in vollem Gange und ich war Nachts viel unterwegs. Zudem fasste ich Februar den Entschluss den Stall zu wechseln.

März
Ich unterschrieb meinen Praktikumsvertrag bei Coca-Cola und musste leider meinen Job bei SIDESTEP kündigen, da ich Praktikum und Nebenjob unmöglich unter einen Hut bringen konnte. Parallel dazu ging das Studium weiter und Fanny wurde endgültig lahm.

April
An den April habe ich tatsächlich relativ wenig Erinnerungen, da er schlichtweg nicht spannend war. Es gab den üblichen Alltag bei Fanny, mit der ich aufgrund der Lahmheit nicht viel machen konnte und ansonsten habe ich viel Zeit mit lernen und anderen Univorbereitungen verbracht.

Mai
Der Mai war um einiges Ereignisreicher als der April. Ich lernte meinen Freund kennen, das Semester ging in die finale Phase, da wir bereits Ende Mai ins Praktikum entlassen wurden und Fanny konnte endlich in den Stall ziehen, den ich für ihren Gesundheitszustand am passendsten hielt. Wir ließen eine Osteopathin an sie ran und meine Hoffnung, dieses Jahr doch wieder reiten zu können kam zurück. Zudem wurde ich 20 und konnte diesen Geburtstag erstmalig im Büro feiern.

Juni
Im Juni wurde die Sache zwischen mir und meinem Freund offiziell und ich verbrachte mehr Zeit in seiner Wohnung als im Wohnheim. Um genau zu sein, war ich gar nicht mehr dort und die Überlegung, aus finanziellen Gründen das Wohnheim zu kündigen stand im Raum. Zusätzlich zog sein Kater in die Wohnung ein, was meinen Wunsch nach einem eigenen Hund nur noch mehr verstärkte.

Juli
Wie jedes Jahr stand im Juli das Splash an oberster Priorität, es hat sich quasi der ganze Monat nur um dieses eine Wochenende gedreht. Während die Planungen auf Hochtouren liefen, zog ich ganz nebenbei bei Basti ein (ich war ja ohnehin schon zwei Monate nie im Wohnheim gewesen) und kündigte dort mein Zimmer. Gegen Ende des Monats äußerte die Osteopathin die Vermutung, dass bei Fanny im Fesselgelenk etwas nicht stimmen würde und wir das mal röntgen sollten. Gleichzeitig motivierte sie mich dazu mit ihr wieder in allen Gangarten zu arbeiten und mich auch wieder raufzusetzen, was ich jedoch erst nach dem Röntgenbefund machen wollte.

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August
Gesagt, getan. Wir holten die Tierärztin zum Röntgen und diese hat auf eigene Vermutung das Sprunggelenk untersucht. Auch wenn ich anfangs nicht nachvollziehen konnte, warum sie das Fesselgelenk total außen vor gelassen hat, bin ich im Nachhinein sehr glücklich darüber, was für eine kompetente Tierärztin ich habe. Leider hat sich ihr schlimmer Verdacht im Röntgenbild bestätigt, wodurch wir Fanny Ende des Monats erlöst haben. Der August ist für dieses Jahr mit Abstand der schlimmste Monat gewesen, da er mir ausgerechnet das nehmen musste, was mir am wichtigsten war. Der einzige Lichtblick in diesem Monat war das Highfield, aber auch das konnte ich aufgrund der Geschehnisse nicht wirklich genießen. Zudem endete auch mein Praktikum, der Zeitpunkt hätte nicht besser stimmen können, denn ich fing direkt danach bei meinem jetzigen Arbeitgeber an.

September
Nach Fanny’s Tod gab es nicht viele Dinge, die mich glücklich stimmen konnten. Ich verbrachte viele Nächte damit, mich in den Schlaf zu weinen und lebte förmlich die Trauer. Trotzdem sollte mich mein Wunsch erfüllen und wir holten Wicca zu uns. Die Ablenkung, die ich durch sie erfahren durfte, hat mir unglaublich gut dabei geholfen, nicht permanent um Fanny zu trauern, schließlich wollte das kleine Energiebündel beschäftigt und erzogen werden. Das Studium ging ebenfalls wieder los und dank Hund, Studium und Arbeit blieb auch gar nicht mehr so viel Zeit zum weinen. Zudem fand ich eine Reitbeteiligung, mit der ich es versuchen wollte und startete diesen Blog, um ein Ventil zu haben, wo ich viele meiner Gedanken loswerden kann. Weiterhin wurde auch das Wohnheim endgültig gekündigt und ich hatte meine erste Schlüsselübergabe zurück an den Vermieter.

Oktober
Mit der Reitbeteiligung lief es soweit ganz gut, jedoch ist es nahezu unmöglich für mich, nicht alle Entscheidungen selbst treffen zu können. Zu sehr bin ich daran gewöhnt und insbesondere was die Hufe angeht, lege ich Wert auf regelmäßige Pflege, die dort leider nicht gegeben war. Da es aber ohne nicht geht, fing ich intensiv an, nach einem neuen Pferd für mich zu suchen, denn es war ohnehin geplant, irgendwann wieder ein Pferd in mein Leben zu lassen. Gegen Ende des Monats hatte ich zwei Pferde in die engere Auswahl geschlossen und da wir von beiden Pferden die Zusage hatten, sah es kurzzeitig danach aus, dass zwei Pferde bei uns einziehen würden – hätte die Besitzerin des einen Pferdes nicht eine Woche vor dessen Umzug zu uns abgesagt. So ist der Lauf der Dinge und damit bekam Killy die Chance auf einen Platz als Einzelpferd.

November
Wir fuhren mehrmals zu Killy, um auch wirklich alles bis aufs letzte Detail zu klären und holten sie schließlich am 22.11.2016 ab. Für Wicca ging die Hundeschule los, wo sie sich wirklich ganz prima macht und bei mir zeigen sich die ersten Anzeichen von Unistress. Aber: ich habe meinen geregelten Alltag mit Pferd zurück.

Dezember
Während ich das Trailerpark Konzert vom 10.12.2016 nie wieder aus meinem Kopf bekommen werde, wurde alles weihnachtlich gemacht, Adventskalender geplündert und alles war wirklich gut. Nach Weihnachten dachte sich 2016, mir nochmal zum Abschluss eins reinzuwürgen. Es wäre ja alles auch zu schön gewesen, wenn nicht gegen Ende des Jahres nochmal die Tierärztin bei uns vorbeikommen müsste. Zu meiner Erleichterung hat Killy „nur“ eine Entzündung an der Brust, die hoffentlich ganz schnell wieder abheilt, aber innerhalb von zwei Tagen wird das nun nicht mehr weggehen.

Alles in Einem war 2016 einfach so gar nicht mein Jahr. Zwar sind mir auch viele schöne Dinge passiert, aber der Verlust von Fanny überschattet einfach das gesamte Jahr mit Trauer. Ich finde das sehr schade, aber ich kann mit „2016“ nicht wirklich positive Stimmung verbinden.
Ich weiß, dass das Jahr nicht nur für mich ein Schock war. Sehr viele Persönlichkeiten sind von uns gegangen und auf der Welt sind zu viele grausame und vor allem traurige Dinge geschehen.

Ich hoffe wirklich, dass 2017 in vielerlei Hinsicht für uns alle ein schöneres und glücklicheres Jahr wird.
Kommt gut rein.

 

 

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Ein Gedanke zu “2016

  1. Katharina (liesa_love) schreibt:

    Echt schön geschrieben geschrieben
    Hoffe wirklich das das Jahr 2017 besser wird
    Und das du und killy zu einem tollen Team werdet
    Das Thema Reiterbox Hatte ich auch ich habe mein Geld aber im Dezember mit Hilfe von PayPal zurück gekriegt
    Einen guten rutsch ins neue Jahr und ich freue mich schon aufs tauschpaket im Januar 😄

    Gefällt mir

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