wie kauft man sinnvoll ein?

Einkaufen – eine doch sehr umfangreiche und gerne auch deprimierende Angelegenheit, wie ich finde. Hätte man mir vor meinem Auszug von meinen Eltern erzählt, dass der Einkauf einen so sehr beschäftigen kann, ich hätte vermutlich ziemlich gelacht. Mittlerweile finde ich dieses Thema absolut nicht mehr lachhaft, denn ich musste lernen, dass es die verschiedensten Möglichkeiten gibt seinen Einkauf zu gestalten. Leider enden einige davon immer mit einer überflüssig hohen Rechnung. Insbesondere die letzten Monate haben mir und meinem Freund gezeigt, wie unterschiedlich man einkaufen kann. Ich habe mir überlegt hier einige Varianten vorzustellen und meine jeweilige Meinung dazu zu äußern.

Nr. 1 – Kein Wocheneinkauf
Vermutlich ist dies die entspannteste Variante: man geht einfach immer dann einkaufen, sobald man etwas braucht. So hat man im Grunde immer alles zur Hand, da man es mal eben schnell besorgen war. Spontanität wird hierbei wie ich finde sehr unterstützt, denn planen gestaltet sich schwierig – zumindest wenn man nicht in Massen einkauft. Etwas nachteilig finde ich hieran, dass man schnell dazu neigt täglich einkaufen zu gehen und somit am Tag gerne 10-20€ ausgibt. Lange Zeit sind wir nach dieser Methode einkaufen gegangen, da man sich das ewige Schleppen der schweren Tüten erspart. Leider haben sich bei uns hierbei auch gerne Dinge in den Einkaufswagen geschummelt, die wir im Grunde gar nicht benötigen. Ein weiterer Nachteil ist meiner Ansicht nach, dass man nichts im Haushalt hat, sollte man es aus Zeitgründen nicht geschafft haben einkaufen zu gehen. Hierbei bewährt sich natürlich auch die Methode für mehrere Tage einkaufen zu gehen, jedoch setze ich dieses Prinzip mit dem Prinzip des Wocheneinkaufs gleich.

Nr. 2 – Der Wocheneinkauf
Nun zur zweiten Variante, dem Wocheneinkauf. Wir sind tatsächlich recht schleichend dazu übergegangen uns einen Tag in der Woche für den Einkauf zu nehmen. Das kam eher ungewollt, im Nachhinein bin ich jedoch froh darüber, dass es nun so gekommen ist. Dadurch, dass wir einmal in der Woche einen großen Einkauf erledigen, sparen wir relativ viel Zeit ein und haben immer alles vorrätig. Die einzigen Dinge, die wir noch spontan einkaufen sind Fleisch und Brot. Zusätzlich sparen wir hierdurch auch Geld ein, denn wenn wir täglich 20€ ausgeben, haben wir in der Woche schnell 100€ zusammen. Unser Wocheneinkauf beläuft sich hingegen immer auf 60-80€, die Ersparnis macht sich also bemerkbar, was ebenfalls ein positiver Effekt ist.

Letztendlich tut es jedoch nichts zur Sache, auf welche Art man einkauft, denn auch der Wocheneinkauf kann schnell ausarten und enorm teuer werden, wenn man ohne Plan einkaufen geht. So kann hingegen auch der tägliche Einkauf die sparsamere Variante bleiben, wenn man strikt nach Liste kauft. Wir haben festgestellt, dass es mit der Einkaufsliste steht und fällt. Es klingt unglaublich spießig, aber wir sitzen jede Woche aufs neue da und planen unseren Einkauf. Dabei betrachten wir nicht nur Lebensmittel, sondern auch Haushaltswaren, Hygieneartikel, Deko und Schreibwaren. Unsere Liste ist jede Woche aufs Neue sehr lang, allerdings behalten wir somit gleichzeitig den Überblick darüber, was wir noch haben und was nicht, da wir immer kategorisch prüfen, was benötigt wird (meine Tee-Sammlung wächst seitdem nicht mehr). Auch die missliche Situation in der Küche zu stehen und zu überlegen was gekocht wird oder gar spontan zu bestellen haben wir hierdurch beseitigt, da wir aufgrund der Wochenplanung im Voraus entscheiden, was wir wann essen wollen. Es ist erstaunlich, dass man durch eine einfache Liste tatsächlich Geld einspart und dennoch nicht unbedingt weniger kauft.

Im Grunde kann ich nur jedem ans Herz legen, mit Plan einkaufen zu gehen, sofern Wert darauf gelegt wird, nicht unnötig mehr Geld auszugeben. Dieses Prinzip funktioniert übrigens nicht auf Messen, Weihnachtsmärkten oder im Zoofachhandel. Ikea ist mir da auch ein Dorn im Auge, denn bei unserem letzten Ikea-Besuch habe ich Brotdosen in Lego-Optik gekauft, die wir eigentlich absolut nicht benötigen, aber hey: sie waren pink, gelb und weiß.

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