Was essen eigentlich die Tiere?

Nachdem einer Freundin aufgefallen ist, dass ich hier noch nichts über die Fütterung unserer Tiere geschrieben habe, muss ich dies natürlich nachholen. Danke Nina (Twitter: @sulta_nine), das war wirklich ein absolut toller Hinweis.Tatsächlich habe ich vor diesem Hinweis gar nicht darüber nachgedacht, hier etwas über Futter zu schreiben, so selbstverständlich ist für mich dieses Thema geworden. Natürlich achte ich nicht nur darauf, was ich zu mir nehme, sondern lege gerade bei den Tieren noch einmal ein ganz besonderes Augenmerk auf diese Thematik und bin auch sehr festgefahren auf bestimmte Sorten und die Art und Weise wie wir füttern. Da ich (bald wieder) drei verschiedene Tierarten zu versorgen habe, wird sich dieser Beitrag nun in drei Teile spalten: Hund, Katze, Pferd.

ERSTENS – HUND:

Die Hunde in meiner Familie haben das große Glück Besitzer zu haben, die auf deren Ernährung achten. Futter von Frolic, Pedigree und ähnlichen Firmen wird für sie von uns nicht gekauft. Zwar haben diese Hersteller den Vorteil, dass man das Futter in jedem Supermarkt und zum relativ niedrigen Preis besorgen kann, allerdings gefallen mir die Inhaltsstoffe dieser Futtermittel nicht. Es ist bekannt, dass in diesen Futtermitteln recht viel Zucker und Getreide, sowie Geschmacksverstärker verarbeitet wird, was ich nicht unbedingt als die natürliche Ernährung eines Hundes bezeichnen würde und was leider bei vielen Hunden auch dazu führt, dass sie gar kein anderes Futter mehr akzeptieren, da es offensichtlich unglaublich gut schmeckt. Tatsächlich habe ich mir angewöhnt, nur Futter zu kaufen, welches frei von Getreide und Zucker ist und dafür aber einen sehr hohen Fleischanteil enthält, da Fleisch schließlich die Grundnahrung eines Hundes ist und ich eine Ernährung, wie die Wölfe sie in der Natur haben, für einen Hund am sinnvollsten finde. Hier könnt ihr die Thematik etwas ausführlicher nachlesen. Nun mal zu unserem Futter. Aktuell bekommt Wicca das Junior-Futter von Wilderness (Fressnapf), mit einem Fleischanteil von ganzen 70%. Die restlichen 30% bestehen aus Obst, Gemüse und Kräutern, also aus allem, was ein Wolf in der freien Wildbahn auch findet. Dieses wird zur Zeit noch mit dem Junior-Futter von Bosch vermischt, welches zwar Gerste und Mais enthält, dafür aber keinen Weizen. Dieses Futter werden wir allerdings nicht weiter füttern, sobald der Sack leer ist. Wir haben es nur als vorübergehendes Futter genommen, da die Züchterin eben dieses Futter verfüttert hat und wir Wicca langsam und schonend umgewöhnen wollen. Generell wird Wicca ihr Leben lang Futter von Wilderness oder Wolf of Wilderness (ZooPlus) fressen, da ich von diesen Marken sehr überzeugt bin. Zwar ist es teurer, jedoch finde ich, dass der Preis sich durchaus rechtfertigt, wenn die Tiere dafür lediglich zum impfen zum Tierarzt müssen.

Eine beliebte und auch sehr naturbelassene Methode ist Barfen, jedoch ist mir hierzu der Aufwand zu groß und unser Gefrierschrank zu klein. Nassfutter bekommt Wicca auch nicht, da ich in Trockenfutter keinerlei Probleme sehe, sofern sichergestellt ist, dass dem Hund immer genügend Wasser zur Verfügung steht. Diesbezüglich gehen die Meinungen arg auseinander und ich höre oft, dass es gesundheitsschädlich ist, nur Trockenfutter zu füttern, da das Tier dadurch austrocknet und Nierenversagen somit beschleunigt wird. Dies empfinde ich als stehst abhängig vom jeweiligen Tier. Natürlich muss ein Tier,welches von sich aus wenig trinkt, durch Nassfutter unterstützt werden. Hier würde ich allerdings in Frage stellen, ob nicht ein gesundheitlicher Grund für das wenige Trinken existiert. Shiva ist mittlerweile ganze 17 Jahre alt, hat in ihrem Leben bisher nur Trockenfutter gesehen und muss tatsächlich nur zum Impfen zum Tierarzt.

Auch bekommt Wicca nichts, was auf unseren Tellern landen würde. Sie bekommt als Leckerei getrocknete Hühnerbeine und Rinderohren und für die Hundeschule gibt es die Klickerleckerlie von Trixie. Da es diese nur in Maßen gibt, müssen sie nicht meinen hohen Ansprüchen an das Futter entsprechen.

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ZWEITENS – KATZE:

Zugegeben, Ruffy ist ein Kater. Hier sollte die Teilüberschrift wohl anders lauten. Dies tut nun aber nichts zur Sache. Bei Ruffy sind meine Prinzipien ähnlich derer bei Wicca. Von Discount-Futter haben wir uns verabschiedet und auch er bekommt getreidefreies Futter. Die Gründe sind die gleichen wie beim Hund, denn auch Löwen ernähren sich hauptsächlich vom Fleisch. Hier kann ich nun also etwas weniger auf das warum, wieso, weshalb eingehen und direkt meine Empfehlung aussprechen: Sanabelle (ZooPlus oder Fressnapf). Sanabelle bietet tatsächlich für jeden etwas, Futter mit oder ohne Getreide, wodurch man hier flexibel agieren kann. Aktuell bekommt Ruffy das Sanabelle Kitten Trockenfutter und kommt damit auch sehr gut zurecht. Er ist für sein Alter angemessen gewachsen und hat glänzendes, weiches Fell. Da er mit diesem Futter so prima zurecht kommt, wird es für ihn auch weiterhin Sanabelle geben.

Auch ihm füttern wir ausschließlich Trockenfutter, denn sein Nassfutter frisst er nie auf und er scheint auch keine Mangelerscheinungen oder ähnliches zu haben, obwohl er nur Trockenfutter bekommt. Als Leckereien stibitzt er sich gerne mal ein getrocknetes Hühnerbein von Wicca und bekommt sonst die Snackies von Costa (ZooPlus). Diese bestehen einfach nur aus getrocknetem Fleisch und er ist richtig verrückt danach. Die kann ich wirklich nur empfehlen.

Sowohl Wicca, als auch Ruffy haben ihr Futter 24/7 zur Verfügung. Dies teilen sie sich so gut ein, dass wir tatsächlich jeden Tag die gleiche Menge verfüttern und einen sehr guten Überblick über die Mengen haben. Diese Methode ist zwar sehr verrufen, allerdings möchte ich meinen Tieren nicht vorschreiben, wann sie zu essen haben, ich esse ja auch wann ich möchte. Gleichzeitig vermeiden wir hierdurch, dass die beiden anfangen zu schlingen, sobald sie Futter sehen und so können auch die gefürchteten Magendrehungen vermieden werden. Zudem bewahren wir das Futter von beiden Tieren in Futtertonnen auf, die es manchmal zu 10kg Säcken gratis dazu gibt. Diese sind unglaublich praktisch, da die Tiere so nicht an die Säcke gehen können und das Portionieren des Futters auch einfacher wird, denn man muss am Ende nicht in den Tiefen eines Futtersacks nach Krümeln suchen. 

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DRITTENS – PFERD:

Hier kann ich tatsächlich nur meine Erfahrungen durch Fanny (Haflinger) kundtun. Haflinger sind bekanntermaßen sehr einfach gestrickt, was ihre Ernährung angeht. Im Grunde genügt der gedeckte Tagesbedarf an Heu und schon stehen sie gut im Futter. Dennoch hat Fanny nicht nur Heu zu Fressen bekommen, sondern täglich auch eine Ration Hafer-/Gerste-Gemisch. Dies hatte hauptsächlich die Funktion, dass sie nicht traurig in ihrer Box steht, während die anderen Futter bekommen, deshalb war ihre Ration auch lediglich eine Hand voll. Sie ist mir trotzdem nicht vom Fleisch gefallen. Zudem habe ich ihr zeitweise auch Müsli gefüttert, dies allerdings nur in den anderen Ställen, da sie dort sonst keinerlei Kraftfutter erhalten hat. Eine bestimmte Marke hatte ich hierbei nicht, da ich immer nach Bedarf eingekauft habe und auf Tipps von anderen auch einiges ausprobiert habe. Womit ich allerdings sehr gute Erfahrungen machen konnte, ist Mineralfutter, welches Zink und Magnesium enthält. Dieses habe ich ihr gefüttert, da sie recht stumpfes Fell hatte und es mir bei der Futterberatung empfohlen wurde. Jedes Pferd ist allerdings anders von den Eigenarten her und benötigt demnach auch anderes Futter. Mit einem Haflinger hatte ich tatsächlich sehr viel Glück und musste mich nicht zu sehr mit dem Thema der Fütterung befassen, da es einfach nicht notwendig war. Ich denke, ich werde bei dem neuen Pferd mal tiefer in diese Thematik schauen müssen und diesen Beitrag dementsprechend ergänzen. Grundlegend kann ich aber sagen, dass nichts wichtiger ist als 24/7 Heuzugang, denn Heu bildet die Grundlage der Ernährung der Pferde und ist somit unersetzlich. Natürlich bietet eine Weide dieselben Vorteile, hier informieren wir uns einfach mal über die Entstehung von Heu.

Weiterhin kann ich dazu raten, öfter mal die Pferdeäpfel zu kontrollieren, denn diese sagen unglaublich viel über den Gesundheitszustand des Darmtraktes aus. Um beispielsweise einer Sandkolik vorzubeugen, kann man alle halbe Jahre mal einen Pferdeapfel in Wasser auflösen und schauen, ob sich hierbei Sand absetzt. Sollte dies der Fall sein, kann man eine Flohsamenkur machen, denn Flohsamen binden den Sand im Darm und befördern ihn somit wieder aus dem Körper des Pferdes. Mit Fanny habe ich eine solche Kur gemacht, als sie auf einem sehr sandigen Untergrund stand und ihr Heu auch vom Boden erhalten hat. Ich habe es als reine Vorbeugung gemacht, was einige wiederum sehr unsinnig fanden, jedoch finde ich dass Vorsorge immer besser ist, als Nachsorge.

 

Alles in Einem muss natürlich jeder für sich entscheiden, was er seinen Tieren füttert und wo die Prioritäten liegen. Meine Familie ist bisher sehr gut damit ausgekommen, etwas preisintensiveres Futter zu besorgen und dafür weniger zum Tierarzt zu fahren und das Alter von Shiva, sowie die anhaltende Gesundheit der anderen Tiere ist durchaus ein Indiz dafür, dass wir bei unserem Futter die richtige Auswahl getroffen haben.

Kleiner Tipp: der Stuhlgang unserer Lieben sagt sehr viel aus, denn wenn die Nahrung stimmt, stimmt auch die Verdauung und somit entstehen keine Probleme. Verstopfung und Durchfall sind nicht nur bei uns Menschen wichtige Hinweise und ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass dies wohl für alle Verdauungssysteme gilt.

 

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