Hilfe, ich bin ein Junkie

 

Ich habe meinen Tagesablauf wieder absolut im Griff, zumindest denke ich das. Nachdem ich mich vor ein paar Wochen gefragt habe, wie ich alles unter einen Hut bekommen soll, habe ich jetzt wieder etwas mehr Struktur in meinen Alltag bringen können. Interessant hierbei ist, dass meine Tante und meine Cousine mir ein Buch namens „Ich habe immer Zeit“ geschenkt haben, welches beschreibt, wie man seine Zeit sehr gut managen kann. Das war wohl ein Wink mit dem Zaunpfahl und ich werde es definitiv in nächster Zeit lesen, um vielleicht sogar noch mehr aus meinen Tagen rausholen zu können. Eine große Hilfe bei der Organisation war an erster Stelle der Stundenplan für das neue Semester, denn da ich das Glück habe jeden Montag und Donnerstag frei zu haben, lassen sich an diesen Tagen andere Dinge, wie zum Beispiel reiten gehen, Haushalt, Wicca beschäftigen und vieles mehr super planen. Auch kann ich diese Tage zum Lernen nutzen und sichere mir so ein freies Wochenende. Wobei das freie Wochenende auch eher relativ zu sehen ist, da ich häufig am Freitag und/oder am Samstag und bei verkaufsoffenen Sonntagen auch Sonntags, arbeiten bin. Natürlich habe ich mir das so ausgesucht und ich sehe hierin auch keinen Nachteil, da ich stets rechtzeitig weiß, wie ich zu arbeiten habe und somit durchaus meine Woche gut planbar ist.  Meinen Arbeitsplan kann ich natürlich nicht selbst beeinflussen, jedoch ist mein Arbeitgeber sehr kulant, was meinen Stundenplan angeht und so werde ich stets außerhalb meiner Vorlesungszeiten eingeplant, denn anders könnte ich nicht nebenbei jobben, da mein Studium ein Vollzeitstudium ist und ich dieses auch ziemlich ernst nehme. Für einen Job die Uni zu vernachlässigen, kommt für mich wirklich absolut nicht in Frage. Tatsächlich kommt für mich aber auch nicht in Frage, nicht arbeiten zu gehen, denn das ginge rein finanziell überhaupt nicht und würde mir große Probleme bescheren.

Mein Studium und mein Job nehmen also in jeder Woche feste Zeiten ein, nach denen ich den Rest richten muss. Wicca hat nun auch feste Zeiten zum Gassi-Gehen bekommen, die mein Freund und ich unter uns aufteilen, hier muss also auch Rücksicht drauf genommen werden, da sie in ihrem jungen Alter keinesfalls negative Erfahrungen machen soll und ja auch ihren Rhythmus benötigt, um stubenrein zu werden.

Meine anderen Aktivitäten lege ich zeitlich immer drum herum und plane sogar meine Freizeit ein, was auf den ersten Blick natürlich seltsam klingt.

Wenn ich beispielsweise Dienstag Abend, Freitag Abend und Samstag Abend (je 18-22 Uhr) arbeiten bin, verläuft meine Woche wie folgt: Am Montag widme ich mich dem Haushalt, bereite ein wenig was für die Vorlesungen am Dienstag vor, gehe mit Wicca eine große Runde und/oder fahre mit ihr in den Stall und versuche den Rest des Tages einfach zu entspannen, wobei ich meist auf der Couch ende und Netflix schaue oder mir ein Buch schnappe und lese, denn hierbei schalte ich tatsächlich am besten ab. Dienstag geht es für mich, nach dem Frühstück und einer Runde mit der Kleinen, den halben Tag in die Uni und anschließend zur Arbeit. Der Tag vergeht also ohne weitere spektakuläre Beschäftigungen. Mittwoch läuft es morgens so wie am Dienstag und dann heißt es ab in die Vorlesungen, bis Abends, um anschließend noch einmal mit Wicca eine Runde zu drehen und dann wieder zu entspannen und den Tag ruhig ausklingen zu lassen. Donnerstag fahre ich mit Wicca wieder in den Stall und gönne ihr viel Auslauf, um am Nachmittag die Vorlesungen von Dienstag und Mittwoch nachzuarbeiten und die für Freitag vorzubereiten. Zusätzlich ist genug Zeit für Haushaltsangelegenheiten, wie einkaufen und am Abend schaue ich meine Serie und lasse wieder einfach nur die Seele baumeln. Am Freitag geht es dann in die Uni (so wie Dienstag und Mittwoch), anschließend zur Arbeit und danach ins Bett. Am Samstag haben wir (noch) während des Vormittags Hundeschule, gehen meistens einkaufen und, sofern die Zeit es erlaubt, zum Stall. Dann folgen ein paar ruhige Stunden zu Hause, nach denen ich dann arbeiten gehe. Sonntag ist dann definitiv viel Zeit für den Stall eingeplant, da ich aktuell auch an diesem Tag regelmäßig Reitunterricht habe. Natürlich bekommt Wicca auch ihre Aufmerksamkeit und ansonsten steht der Tag ganz im Sinne des Wochenendes: entspannen und am Liebsten ganz viel Netflix. Wann wir an den jeweiligen Tagen Essen, wollte ich jetzt nicht unbedingt aufführen, da mir das zu banal erscheint, schließlich sollte für jeden selbstverständlich sein, wann welche Mahlzeiten aufgenommen werden. Diese vergessen wir auch nicht, auch wenn der Alltag doch hier und da nicht all zu viel Luft dafür lässt. Tatsächlich ist es aber auch abhängig von den Schichten meines Freundes und meinem Tagesablauf, ob wir es schaffen gemeinsam zu essen, was wir ansonsten eben nur am Wochenende können, denn wenn er z.B. Spätschicht hat, warte ich nicht bis 23 Uhr auf mein Abendessen und genauso wenig wartet er bis ich um 22:30 von der Arbeit komme, zumal ich dann eh nur noch ins Bett falle. Auch die regulären Gassi-Runden mit Wicca habe ich hier mal nicht berücksichtigt, schließlich will ich potentiellen Einbrechern nicht zu viele Details über unsere Abwesenheit geben.

Tatsächlich ist mir aufgefallen, dass ich sogar recht viel freie Zeit zur Verfügung habe, trotz meiner Verpflichtungen. Sicher wird sich das wieder ändern, sobald die Prüfungszeit näher rückt, denn dann werde ich wohl weniger Zeit auf Netflix und mehr Zeit mit meinen Heftern verbringen. Zudem wird auch das neue Pferd für einen Umschwung sorgen, denn dann werde ich wohl wieder mehr Zeit im Stall verbringen wollen und meine Tage dementsprechend planen.

Wie schon im letzten Beitrag geschrieben (Mein Leben ist ein Ponyhof), gerät mein Leben die nächste Woche sehr aus den Fugen. Ich schwänze die Uni, habe mich aber vorbildlich bei meinen Dozenten abgemeldet und werde natürlich alles nacharbeiten und schaue mir Pferde an. Bereits morgen geht es mit den Besichtigungen los, was auch die Hundeschule am Vormittag betrifft, da ich blöderweise meinen Nageltermin genau auf diese Zeit verlegt habe. Nun müssen wir also schauen, wie Wicca trotzdem zu ihrem Kurs kommt, auch wenn dieser eigentlich gar keine Pflicht ist. Ich möchte aber nicht, dass Wicca durch mein Verschulden ihre wöchentliche Spielstunde einbüßen muss. So viel zu meinem tollen Zeitmanagement, es passieren eben doch hin und wieder Fehler. Zudem wird Wicca die nächste Woche bei meinen Eltern verbringen, da es leider für meinen Freund ziemlich unmöglich ist, seine Arbeit und Wicca ihre Zeiten miteinander zu vereinen, woraus ich ihm keinen Vorwurf mache, denn das war von vorne herein klar. Erst wenn Wicca älter ist und demnach auch länger alleine bleiben kann, wäre dies möglich.

 

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