Mein Leben ist ein Ponyhof

Kommenden Sonntag ist es endlich wieder soweit: Ich mache mich auf meine Mini-Reise nach Barförde und besuche ein paar Ponys aus meiner Kindheit.Es ist kein Geheimnis, dass ich eine große Leidenschaft habe, die sich Pferde nennt. So ist es sicherlich auch wenig verwunderlich, dass ich einen Großteil meiner Ferien als Kind auf dem Ponyhof verbracht habe und mit 16 anfing, eben hier als Betreuer zu agieren, damit ich weiterhin diese eine Woche Pferdestall genießen kann. Diesbezüglich hat sich bis heute nichts geändert und so fahre ich, nach einjähriger Pause, am Sonntag wieder auf die Ponyranch Elbstrand. Natürlich fahre ich nicht hin, um großartig Ferien zu machen, schließlich wurde ich als Betreuer und nicht als Ferienkind hingebeten, aber dennoch ist es immer eine sehr entspannende Woche. Dabei darf man aber auch nicht vergessen, dass es sich beim Betreuer-Dasein um einen 24h-Job handelt, denn egal wann ein Ferienkind etwas hat, der erste Ansprechpartner sind wir, die Betreuer. Es kam tatsächlich in einer Woche auch schon vor, dass wir jede Nacht von Heimweh-Kindern aufgeweckt wurden, was zugegeben sehr stressig ist, weil man am nächsten Tag Schlafmangel hat – aber trotzdem muss man hier immer fair den Kindern gegenüber bleiben und darf sich von so etwas nicht beeinflussen lassen. Private Probleme stehen hierbei wirklich hinten an, denn schließlich sollen die Kinder tolle Ferien erleben und wenn man diese als Betreuer vermiest, ist das einfach der falsche Job für einen. Tatsächlich fahre ich seit Jahren gerne wieder auf diesen einen Hof, weil dort zum Teil auch noch Pferde stehen, die ich seit meinem 8. Lebensjahr kenne und zu wissen, dass es diesen Pferden noch immer prächtig geht. Darunter ist auch das Pony, auf welchem ich reiten gelernt habe, was natürlich eine ganz besonders schöne Situation ist, den kleinen Bub immer wieder zu sehen.

Dieses Jahr war allerdings gar nicht geplant, dass ich hinfahre, denn eigentlich fehlt mir durch Uni, Arbeit und vor allem durch Wicca die Zeit für diesen Spaß. Durch den Tod von Fanny habe ich jedoch mal bei Dania angefragt, ob sie jemanden kennt, der mir ein Pferd vermitteln kann, da es mir wesentlich lieber wäre, von „bekannten Quellen“ zu kaufen, als von völlig Fremden. Im Laufe dieser Anfrage, in der ich Dania über meine Vorstellungen informiert habe, stellte sich heraus, dass sie sogar eventuell selbst ein Pferd hätte, welches für mich in Frage käme, sofern wirklich alles passt. Aufgrund der Entfernung zwischen Barförde und Wildau, liegt es nahe, dass ich nur für mehrere Tage hinfahren kann, da ich mir alle Pferde, die ich besichtige gerne mehrmals ansehen möchte, um wirklich sicher gehen zu können. Hier hat es sich also angeboten, dass ich eine Woche als Betreuer hinfahre, denn auch die Betreuer haben auf diesem Hof immer genug Freizeit, um mit Pferden arbeiten zu können, was nebenbei ein ganz besonderer Anreiz ist, da wir dann auch „unser“ Pferd in der Woche haben. So wird quasi die Besichtigung eines Pferdes mit dem Leben als Betreuer vereint, was ich sehr schön finde. Selbst wenn sich schon zu Beginn herausstellen sollte, dass es mit diesem Pferd nichts wird, wäre dies kein Grund für mich zu sagen, ich sei umsonst hingefahren, denn schließlich ist während dieser Woche immer noch der Job als Betreuer meine Hauptaufgabe.

Da mir durchaus bewusst ist, dass dieser Blog auch von einigen Polyranch-Liebhabern gelesen wird, möchte ich zu dem besagten Pferd gar nichts weiter sagen, weil hierzu überhaupt gar nichts spruchreif ist und ich auch das Team der Ranch nicht in Verlegenheit bringen will. Schließlich ist es auch gut möglich, dass wir uns dazu entscheiden, dass das Pferd lieber auf der Ranch bleibt. Zudem finde ich Fragen diesbezüglich gar nicht so schön, da ich ein Pferd nicht direkt kaufe, nur weil ich es mir ansehen fahre, man weiß schließlich nicht vorher, ob man dieses Pferd dann wirklich kauft oder ob dieses Pferd dann auch zu einem passt. Tatsächlich habe ich in den kommenden zwei Wochen ganze fünf Termine vereinbart, an denen ich mir diverse Pferde ansehen werde. Natürlich habe ich so meine heimlichen Favoriten, aber solange kein Kaufvertrag abgeschlossen wurde, oder die Entscheidung zu 100% feststeht, werde ich mich nicht öffentlich dazu äußern, denn Sätze wie „oh, du fährst dir also ein Pferd angucken. Kaufst du das dann direkt?“ und „ach, wie alt ist denn dein neues Pferd?“ kann ich aktuell nicht gebrauchen, da ich noch keine Aussagen zu meinem neuen Pferd treffen kann, es ist schließlich noch gar nicht da.

Natürlich bin ich trotzdem super aufgeregt und zeige meinen Freunden die potentiellen Kandidaten, hauptsächlich auch, um andere Meinungen dazu zu hören. In meinem Kopf gibt es aktuell sogar fast gar kein anderes Thema mehr, weil ich mich so sehr darauf freue, mit einem neuen Pferd eine Partnerschaft eingehen zu können. Zudem stehe ich ja nun vor einer Entscheidung, die mein weiteres Leben stark beeinflussen wird und dass ich hier recht gespannt bin, dürfte keine Überraschung sein.

Damit ich mir selbst aber auch die blöde Wartezeit bis zu einer Entscheidung nehmen kann, habe ich mir den 24.10. (Montag) als Ziel gesetzt, denn dann habe ich bereits alle fünf Pferde angesehen, konnte über alle Tiere nachdenken und werde wohl in der Lage sein, eine Entscheidung zu treffen. Möglicherweise entscheide ich mich auch gegen jedes dieser Pferde, es muss einfach von vorne bis hinten ohne Bedenken passen.

 

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