verschwenderischer Lifestyle

Nach dem letzten Beitrag zum Thema Ernährung kam recht viel positives Feedback. Nicht umsonst leben wir aktuell in einer Sozialmedia-Gesellschaft, die hauptsächlich durch Food-Blogger geprägt ist. Es wäre gelogen und nicht authentisch, wenn ich mich in diese Spalte zählen würde, aber in gewisser Hinsicht teile ich diese Ansichten und finde immer mehr Gefallen daran, aktiv auf meine Ernährung zu achten. So möchte ich euch immer mal wieder mitnehmen, wenn es um meinen Fortschritt mit dem Flexible Dieting geht.Im Beitrag stressfrei abnehmen habe ich einen kleinen Einblick in meinen neuen Lebensstil gegeben. In den vergangenen Wochen habe ich hier natürlich einen gewissen Rhythmus gefunden und kann mir auch schon fast gar nicht mehr vorstellen, wieder zu alten Gepflogenheiten zurückzukehren. Zu sehr habe ich mich daran gewöhnt, immer brav meine Makros auszufüllen und ehrlich gesagt habe ich großen Gefallen daran gefunden, neue Dinge zu probieren oder ein gesundes Essen zuzubereiten. So wurde normale Kuhmilch gegen Mandel- oder Hafermilch getauscht, gewöhnliche Nudeln für 50ct wurden durch Kichererbsen- und Rote Linsen-Nudeln ersetzt, Schuko Müsli musste dem Protein Müsli von Layenberger oder auch dem Müsli von MyMuesli weichen und Fruchtjoghurt haben wir durch Magerquark oder Skyr mit Früchten und etwas Whey ersetzt. Trotzdem gönne ich mir gerne die Chips von Lays, was auch absolut in Ordnung ist, wenn ich dafür bei den anderen Mahlzeiten wieder mehr die gesunde Schiene fahre. Tatsächlich frage ich mich, warum ich erst so spät angefangen habe, auf mich und meinen Körper zu achten, schließlich hatte ich schon lange die Ambitionen etwas zu ändern, habe es aber nie lange durchgezogen. Hiermit lebe ich tatsächlich sehr gut und merke keine Einschränkungen, sondern sehe immer wieder neue Rezepte, die ich unbedingt ausprobieren will. Natürlich ist vieles davon dann auch vegan oder vegetarisch, was meine Mutter dazu gebracht hat, mich zu fragen, ob wir nun vegan geworden sind. Diese Frage kann ich aber ganz direkt verneinen, denn ein Leben so ganz ohne Fleisch ist für uns nicht ansatzweise geplant oder gar vorstellbar. Ich komme zwar auch gut und gerne ohne Fleisch aus und mag die vegetarischen Schinkenspicker viel lieber als die normalen, möchte aber nicht auf Würstchen, griechisches Essen oder gute Burger verzichten. Für mich steht hier auch nicht die Ethik im Vordergrund, sondern ich möchte das essen, was mir schmeckt, auch wenn ich nun vermehrt darauf achte, was ich da eigentlich esse. Flexible Dieting hat sich für mich bisher sogar schon sehr bewährt, denn ohne regelmäßig Sport zu treiben und ohne zu hungern, konnte ich in dem vergangenen Monat tatsächlich 2kg abnehmen, was nun nicht nach viel klingt, aber für mich eine sehr gute Bilanz ist.

Hierzu gehört natürlich auch das Stöbern auf diversen Seiten, die Nahrungsmittel anbieten, durch die man seine Bedürfnisse nach Süßem befriedigen kann und dennoch kaum bis gar keinen Zucker zu sich nimmt oder den ganzen Tag nichts mehr essen dürfte, da sonst die Makros nicht mehr stimmen und die Kalorien überschritten werden. Bisher waren wir da eher auf Whey beschränkt und haben uns den Rest bei dm geholt oder einfach verzichtet, wobei für Chips eine Ausnahme gilt, auf die ich noch eingehen werde. Nun hat uns aber die Neugierde doch gepackt, da einfach zu viele Leute in unserem Bekanntenkreis (vor allem Sarah, Instagram @irrelephantoes) davon schwärmten. Also haben wir bei GymQueen ein paar Sachen bestellt, die wir ausprobieren wollten. Natürlich mussten wir direkt so viel bestellen, dass es einen Shaker umsonst dazu gegeben hat. Die Queen Protein Chips habe ich bereits probiert und finde die richtig lecker und eine gute Alternative, auch wenn mich der Preis etwas abschreckt. Auf den Rest bin ich sehr gespannt und ich hoffe natürlich, dass der Großteil der Produkte überzeugend ist, denn sonst wäre ich vermutlich richtig traurig, weil dann meine ganze Vorfreude weg ist.

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Preise empfinde ich in Bezug auf gesunde Ernährung im Übrigen ziemlich kritisch, denn wenn wir ehrlich sind, ist es unglaublich teuer. Besonders, wenn man wirklich weniger Kohlenhydrate und Zucker verzehren will und trotzdem nicht auf Süßkram verzichten kann, denn wirkliche Alternativen im Low-Budget-Bereich gibt es einfach nicht, zumindest sind mir keine guten Bekannt. Natürlich kann man jetzt sagen „dann backe doch selber deine Kekse etc.“, aber selbst dann komme ich nicht wesentlich günstiger. Ich finde dies wirklich recht schade, denn so ist es leider kein Wunder, dass viele Menschen diesen Weg nicht gehen wollen und lieber zu den preiswerten Alternativen greifen, die allerdings oft ganz andere Werte haben. Natürlich kann man seine Makros auch ohne diese Helfer wie Protein Müslis, Shakes und den ganzen  Produkten, die man auf den ganzen Fitness-Seiten bestellen kann, erreichen und gut ausfüllen, allerdings finde ich das unglaublich schwierig, insbesondere wo ich keinen Fisch esse, welcher wirklich viele Proteine liefert. Ohne diese Helferlein bekomme ich die Proteine, die ich am Tag zu mir nehmen soll, einfach nicht zusammen und wenn wir ehrlich sind, lieben wir alle den bequemeren Weg, der hier halt leider etwas preisintensiv ist. Wobei ich dazu sagen muss, dass ich bei mir nunmal eine, wenn auch bisher geringe, Veränderung in die Richtung sehe, die ich anstrebe und da ist es das Geld dann wohl auch wert. Zudem sind all diese Sachen, jedenfalls die, die ich ausprobiert habe, denn alles kenne ich ja nun auch nicht, unglaublich sättigend, was mich natürlich freut, denn dadurch entwickelt sich wieder ein absolutes Sättigungsgefühl, welches ich lange Zeit nicht wirklich verspürt habe.

Warum esse ich aber trotzdem herkömmliche Chips, wenn ich doch so sehr auf meine Ernährung achten will? Chips sind schließlich das genaue Gegenteil von gesund und gut für den Körper. Die Frage lässt sich recht einfach beantworten: während andere eine Vorliebe für Gummibären oder Zigaretten haben, habe ich eine Vorliebe für Chips. Mal konsumiere ich mehr, mal weniger, aber ich komme immer wieder darauf zurück. Doch auch hier hat sich mein Konsumverhalten verändert, denn während es mir vor einiger Zeit egal war, welche Marke es ist, werden jetzt nur noch die von Lays gekauft, einfach, weil diese mir am ehesten zusagen und mir am besten schmecken. Zudem ist es gar kein Problem, hin und wieder zu cheaten, aber auch das habe ich bereits einige Male beschrieben.

Auch ist bei mir nicht geplant auf Wein oder Bier zu verzichten, sofern Feiern anstehen, auch wenn dies natürlich ganz und gar nicht im Sinne des Abnehmens ist, aber es gibt Grenzen bei der Umstellung meines Lebensstils und diese sind für mich ganz klar definiert: ich will immer noch ich bleiben.

 

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