Wo ist mein Tipp-Ex?

Als ich vor einer Woche geschrieben habe, dass ich mich wieder auf den Alltag eines Studenten vorbereite und mir zur Perfektion nur noch Tipp-Ex fehlen würde, ging ich gänzlich davon aus, zum Semesterstart einen parat zu haben.Nun, ich hatte keinen. Ich konnte zwar mit einem vorhandenen Gesetz, Milchschnitte, Trinken und sogar Brötchen punkten, was bei mir tatsächlich selten der Fall ist, dass ich hieran denke, aber schon während der ersten Vorlesung ist es passiert: ich benötigte einen Tipp-Ex und mir wurde radikal bewusst, was ich vergessen hatte. Glücklicherweise bin ich meist der einzige Idiot, der sowas nicht besitzt und konnte mich schnell vor unnötigen Schmierereien auf meinem Blatt retten. Leider muss ich zugeben, dass ich in der Grundschule nicht richtig aufgepasst habe, als uns beigebracht wurde, dass man Wörter, die man doch nicht schreiben wollte, sauber durchzustreichen hat. Bei mir entsteht da kein ordentlicher Strich, sondern ein Strichhaufen – es muss ja schnell gehen. Dementsprechend sehen meine Mitschriften eben aus, wenn mir das weiße Wundermittel nicht zur Hand ist.

Natürlich reicht es nicht, dass ich die einzige Sache, an die ich noch denken wollte, vergessen habe. Nein, ich stellte im Rahmen einer zu zeichnenden Tabelle fest, dass ich ebenfalls mein Lineal vergaß (es lag friedlich auf meinem Schreibtisch und hat mich vermutlich ausgelacht). Hier hatte ich wieder liebe Kommilitonen, die mir aushelfen wollten, aber mein Stolz hat gesiegt und ich habe einen Stift als Lineal genutzt. In einer der hinteren Reihen sieht das doch eh niemand, also was soll der Schmerz.

Ansonsten verliefen die ersten Tage im neuen Semester bisher sehr angenehm, natürlich gibt es wieder Module, in denen ich mich frage, was das ganze soll und ob das denn wirklich notwendig ist, da der Stoff bereits jetzt schon unglaublich ermüdend ist, aber diese Module bekommt man auch relativ schnell rum, indem man auf Amazon in den Blitzangeboten stöbert oder hier und da einige recht unnötige Dinge (wie z.B. Shaker – wir haben ja nur etwa 5 und die reichen nicht) bestellt. Natürlich könnte man auch während dieser Vorlesungen durchhalten und fleißig mitschreiben, das würde einem vermutlich die Nacharbeit am freien Tag ersparen, da man sich bereits damit beschäftigt hat. Nun, ich gehöre wohl nicht zu dieser Kategorie und vermiese mir gerne meine freien Tage durch lernen. Wobei man das durcharbeiten auch nicht unbedingt lernen nennen sollte, vielmehr ist das die Vorbereitung für das geplante Lernen in der Klausurunzeit. Oder was auch immer. Ich bin nicht sicher, ob die Nacharbeit wirklich schon zum obligatorischen „lernen“ zählt.

Was ich, wie bisher jedes Semester, unterschätzt habe ist, wie viele Bücher ich benötigen würde. Eine Auswahl der benötigten Materialien habe ich bereits wieder bestellt (während der Vorlesungen), die anderen fand ich jetzt einfach zu teuer und werde sie mir wohl ausleihen, um sie dann doch zu kaufen, wenn sie in der Bibliothek nicht vorrätig sind und ich wirklich beschließe, dass ich sie für die Klausurvorbereitungen brauchen werde.

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Neben dem Studium läuft der Rest von meinem Alltag natürlich weiter. Ich fahre regelmäßig zu Henry, versuche aus dem Wirbelwind Wicca eine anständig erzogene Hündin zu machen und gehe auch weiterhin jobben. Mit Henry entwickelt sich alles tatsächlich ziemlich zu meiner Begeisterung, er ist unglaublich lernfähig und durch den regelmäßigen Unterricht finden wir beide recht gut zusammen. Leider weiß ich aber, dass es nicht unbedingt Sinn ergibt, mit ihm intensiv zu arbeiten, da ich ihn unter den jetzigen Bedingungen einfach nicht kaufen will, obwohl er ein wirklich vielversprechendes Pony ist. Das stimmt mich tatsächlich ein wenig traurig, da ich mit ihm meine Ziele verfolgen könnte.

Wicca wiederum ist ein wenig schwieriger im Umgang. Sie ist zwar vom Wesen her unglaublich toll und unser kleiner Schatz, aber dennoch ist sie ein typischer Schnauzer. Ich weiß auch nicht, was ich immer mit diesen dickköpfigen Rassen (Haflinger, Schnauzer) habe, aber die haben es mir einfach angetan. So auch unsere kleine Wicca, die nicht so ganz verstehen will, warum sie denn auf ihrem Platz liegen soll, während ich ganz dreist auf Toilette gehe. Ich meckere hier auf wirklich hohem Niveau, da es genug andere Hunde gibt, die sich weitaus schlimmer benehmen. Sie ist im Vergleich harmlos, hat aber nunmal Shiva als Leitbild, was bedeutet, dass ich mir einen Hund wünsche und erziehen werde, der stets ruhig auf seinem Platz liegt, auch wenn der Kater um ihn herumspringt oder wir mal weg gehen. Ich möchte keinen unruhigen Hund, der nur danach strebt stets an meinen Fersen zu kleben, oder permanent durch die Wohnung stromert, denn so etwas nervt mich. Natürlich schmuse und spiele ich auch viel und gerne mit ihr, allerdings entscheide ich, wann das getan wird und nicht dieser kleine Welpe, auch wenn sie natürlich unglaublich niedlich ist und mich mit ihren Knopfaugen wirklich gerne um den Finger zu wickeln versucht.

 

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