Ahzumjot und die Trailerpark-Bar

Samira, 20, hat eventuell ein Alkoholproblem…

…würden jedenfalls einige behaupten, wenn sie hören, dass ich schon wieder eine Nacht in Berlin verbracht habe. Wie kann ich nur, mit 20 sollte man lieber zuhause sitzen und seine Katzen füttern oder so. Für die Uni lernen täte es auch. Wer weiß, vielleicht habe ich im Masterstudium ja eine andere Lerneinstellung? (wohl kaum)

Zurück zum Thema. Ja, ich war wieder in Berlin unterwegs, aus einem wichtigen Grund: Ahzumjot hatte vorher angekündigt das St. Georg in Kreuzberg zu zerlegen. Wer mich hier schon länger verfolgt, hat schon mitbekommen, dass ich ein kleines Kind des deutschen HipHops bin. Angefangen hat das alles im Jahre 2011, erinnert ihr euch? Vor sechs Jahren gab es den ganzen Hype um Casper, K.I.Z, Prinz Pi, Kraftklub usw. noch nicht. Jedenfalls nicht im heutigen Ausmaß. Zur Erinnerung: im März 2012 spielte Casper noch in der Columbia Halle, mit K.I.Z als Vorband. Glaubt ihr mir nicht? Sucht Videos auf YouTube dazu, ihr werdet fündig, versprochen. Wie dem auch sei, durch Casper fing alles an. Wegen Casper wollten Caro und ich 2013 unbedingt auf’s splash! Festival fahren und ich bin dort irgendwie hängen geblieben. Wie kam ich aber zu Ahzumjot? Ganz einfach. Ich habe auf dem splash einen Pullover gesehen, der mir optisch richtig gut gefallen hat und es stellte sich heraus, dass dieser von Ahzumjot ist. Also von seinem Merch. (am gleichen Tag kaufte ich übrigens meinen Kraftklub Pullover. Upsi)
Ich habe mich also über das Merch mit Ahzumjot auseinander gesetzt und seitdem verfolge ich ihn und versorge mich stets mit seinen neuen Tracks. So geht das einfach. Zugegeben, ich bin hier und da ein kleines Fangirl, insbesondere wenn es um Musiker geht, deren Musik mein Leben schon so lange begleitet.

Soweit, so gut. Ich war also wegen Ahzumjot in Berlin und hatte unglaublich gute Laune, weil ich mich sehr auf den Abend gefreut hatte. Ehrlich gesagt, war ich auch super aufgeregt, denn ich hatte eine Vermutung von der ich wissen wollte, ob sie stimmt. Es klingt jetzt vermutlich doof, aber tatsächlich überlegte ich den ganzen Tag, ob es nicht möglich wäre, dass Casper auf die Bühne kommt. In Anbetracht der Zeit, die ich beide bereits verfolge, ist auch bei mir angekommen, dass die beiden sich kennen und gut verstehen. Als dann das Album von Ahzumjot kam, wo Casper auf einem Song auftauchte, dachte ich nur „wow krass“ – wir alle wissen, vor welchem Publikum Casper mittlerweile spielt. Da ist eine ausverkaufte Wuhlheide keine Überraschung. Spreche ich hingegen von Ahzumjot, werde ich oft gefragt wer das ist. Ehrlich gesagt, finde ich das richtig schade und absolut unverdient. Zurück zu meinen Überlegungen (die gingen nämlich noch weiter), mir kam in den Sinn, dass Berlin das Tourfinale war. Immer ein besonderer Auftritt, zumindest lassen die Künstler das gerne so aussehen. Also dachte ich „okay, irgendwas krasses wird er machen. Irgendwas packt er aus, womit niemand rechnet“. Tja und dann fiel mir auf, dass Casper in Berlin wohnt und immer wieder betont, wie sehr er die kleinen Shows feiert. Setzt man nun alle Teile zusammen, ist es eigentlich nur logisch, dass er da war. Die beiden kennen sich seit Jahren, haben einen gemeinsamen Song vom neuen Album, es ist Tourfinale, Spielort Berlin in einer kleinen Location. Noch Fragen?

Mir wollte das niemand so recht glauben. Nina stimmte mir zwar in der Hinsicht zu, dass es durchaus Sinn machen würde, hielt aber entgegen, dass ich mir keine zu großen Hoffnungen machen sollte, schließlich war ja Ostern. Nochmal mein Gegenargument an Nina: Ostern ist erst Sonntag / Montag 😛
Paul guckte mich auch eher skeptisch an und war auch geteilter Meinung. Es schien auch irgendwie zu offensichtlich und irgendwo auch zu krass. Wir reden hier von Casper.

Das Konzert fand in einer sehr gemütlichen Location statt. Wie viele wir waren? Fragt mich nicht, aber sicher nicht mehr als 100 Menschen. Also wirklich klein das Ganze, was ich immer sehr begrüße. Mir machen die kleinen Konzerte immer am meisten Freude, weil alles wesentlich entspannter abläuft. Ahzumjot und Chima Ede verbreiteten gute Stimmung, der Bass zerlegte gefühlt die Mauern und bei uns war gute Laune ohne Ende angesagt. Das Konzert endete, die Zusage fing an. Niemand rechnete jetzt noch mit Casper. Der versteckte sich nämlich im Backstage. Limbo fehlte aber nach wie vor. Als der Song dann angespielt wurde, drückte ich Paul nur noch mein Handy in die Hand und bat ihn für mich zu filmen, damit ich tanzen gehen konnte. Das tat er auch und dann sprang Casper pünktlich zu seinem Part auf die Bühne. Ich bin vor Freude mehr als nur eskaliert. Es war für mich so wunderschön, diesen Menschen noch einmal vor so kleinem Publikum live erleben zu können. Mein twitter explodierte und gefühlt jeder meiner WhatsApp Kontakte musste sich unter die Nase reiben lassen, dass Casper da war. Ich will halt nichts sagen, aber ich habe es geahnt und ihr glaubt nicht, wie froh ich bin, Paul mein Handy in die Hand gedrückt zu haben.

Nach dem Konzert, welches dann schnell vorbei war, ging es für uns in altbekannter Manier Burger essen und dann auf einen Absacker in die Trailerpark Bar. Es ist irgendwie ein witziges Gefühl, wenn der Barkeeper dein Gesicht bereits kennt und genau weiß, dass du den Rapetrain auch wirklich mit Gin haben möchtest. Steht so aber leider nicht auf der Karte, das müssen gewisse Herren mal ändern.

Viel mehr ist nicht passiert und so endete die Nacht in Berlin relativ früh, das war aber auch genug für mein armes kleines Herz. Noch mehr Überraschungen hätte ich wohl nicht gepackt, denn ich musste erstmal realisieren, was da eigentlich passiert ist. Tatsächlich fühlt es sich im Nachhinein immer noch an wie ein Traum, aber es gibt ja zum Glück das Video vom Auftritt, dank Paul.

Kilkenny bringt mir noch das Reiten bei

Halt. Haben nicht eigentlich nur diejenigen eigene Pferde, die reiten können?

Wer reiten kann und wer nicht, lässt sich pauschal gar nicht so einfach beantworten, wenn ich mal so anfangen darf. Tatsächlich geht das Verständnis über den Begriff des Könnens sehr weit auseinander. Da gibt es Menschen, die sagen nur diejenigen können reiten, die auch erfolgreich auf Turnieren sind, während andere Menschen sich als die größten Talente ansehen, wo sie doch geradeso in der Lage sind sich oben zu halten. Wer reiten kann und wer nicht wage ich nicht zu beurteilen. Ich bewundere diejenigen, die ohne alles mit ihren Pferden ins Gelände gehen, dort in allen Gangarten unterwegs sind und heile wieder kommen und gleichermaßen ziehe ich meinen Hut vor denjenigen, die in jeder Turniersaison siegreich unterwegs sind. Dazwischen liegen allerdings Welten.

Die Antwort auf die Frage ob jemand reiten kann, ist immer ein Stück weit eigene Meinung. Wenn ich finde, jemand hat einen seltsamen Sitz oder sieht einfach in der Bewegung komplett unstimmig zu seinem Pferd aus, frage ich mich oft, wie derjenige mich beurteilen würde. Insbesondere im Freizeitreiter-Bereich, wo ich ja ganz eindeutig hingehöre, finde ich es schwer darüber zu entscheiden ob jemand reiten kann oder nicht. Letztendlich vertrete ich die Auffassung, dass wir alle zur Freude reiten und wer nicht auf Turniere gehen will, muss ja nun auch nicht die höchsten Lektionen beherrschen. Viele Freizeitreiter, mit denen ich so zu tun habe, nehmen aber dennoch regelmäßige Reitstunden (ich im Übrigen jetzt auch nach langer Zeit endlich wieder).

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Was Reitstunden angeht, kann ich natürlich (wie so oft) nur für mich sprechen und möchte das auch gar nicht verallgemeinern. Ich für meinen Teil nehme jedenfalls Reitstunden, eben weil ich mich steigern will und langfristig auch nicht durch mein Reiten irgendwas in Kilkenny kaputt machen möchte. Wir wissen denke ich alle, dass viele Krankheiten gerne auch durch falsches Reiten entstehen. Krankheiten beginnen für mich übrigens schon bei Verspannungen im Rücken, deren Ursache gerne mal im Reiter liegt. Andererseits könnte ich aber auch sagen, mir reicht das was ich habe. Schließlich kann ich mit Killy in allen Gangarten durchs Gelände ziehen und die Geschichte mit Lenkung und Bremse funktioniert auch. Aus oben genannten Gründen will ich es aber nicht allein dabei belassen.

Auch ich träume hier und da vom großen Olympia-Sieg. Dass sich dieser Traum in diesem Leben allerdings nicht mehr erfüllen wird, muss ich vermutlich nicht sagen. Dennoch habe ich ein paar kleine Ziele, die ich ohne Reitstunden nicht im Ansatz realisieren könnte. So würde ich beispielsweise total gerne auf Turnier fahren, um auch mal zu erleben, wie sich so eine Turniersituation eigentlich anfühlt. Auch würde ich gerne auf Lehrgänge fahren, um das ein oder andere Reitabzeichen zu machen oder auch einfach zum Training. Ebenfalls auf meiner to-do-Liste steht, meine Angst vor dem Springen zu überwinden. All das sind allerdings alles Sachen, die ich mit meinem aktuellen Ausbildungsstand nicht in Angriff nehmen brauche, wenn ich nicht total demotiviert wieder nach Hause gehen will.

Deshalb habe ich mich nun endlich mit meiner Reitlehrerin unterhalten und nun nehmen wir das Großprojekt „Killy und Miri“ in Angriff. Jeden Mittwoch habe ich somit Reitunterricht und bereits jetzt kann ich verkünden, dass ich schon so einiges daraus mitnehmen konnte (wenigstens mental). Tatsächlich bin ich auch nach jeder Stunde ziemlich geschafft, denn reiten ist eben doch nicht einfach nur auf einem Pferd sitzen.

 

 

Besuch vom Pferdezahnarzt

Oder nennt man ihn doch Dentist?

Wie auch immer man ihn (oder sie) nun nennen mag, wir hatten Besuch von einem Pferdezahnarzt und Killy ging es an die Zähne.
Natürlich nicht, um irgendwelche Sachen abzuklären oder so. Eigentlich wollte ich nur, dass sie weiterhin ein strahlend weißes Lächeln hat. Deshalb putze ich ihr auch täglich die Zähne. Versteht sich von selbst.

 

Nun aber mal Spaß bei Seite, als ob ich Killy die Zähne putzen würde. Dazu müsste mir die eine oder andere Gehirnzelle fehlen. Selbstverständlich war der Zahnarzt da, um zu sehen was bei ihr im Maul so los ist. Bei uns im Stall gab es einen Aushang, wer Interesse hat und da habe ich mich einfach mal angeschlossen. Eine absolute Premiere für mich, wie Killy das ganze sieht, kann ich nicht sagen. Der Besuch vom Pferdezahnarzt ist für mich eine der spannendsten Sachen, in Bezug auf Pferde und ich muss ehrlich gestehen, ich hatte wahnsinnige Angst vor einer schlechten Diagnose oder Ähnlichem. Zu sowas sollte es aber glücklicher Weise nicht kommen.

Damit der Zahnarzt auch in Ruhe arbeiten konnte, wurde Killy zunächst sediert. Für mich ein unglaublich schrecklicher Augenblick, denn das letzte Pferd, welches vor meinen Augen eingeschlafen ist und so unzurechnungsfähig wurde war Fanny, als wir sie erlöst haben. Tatsächlich war ich in dem Augenblick den Tränen unfassbar nahe, hauptsächlich vor Angst, dass Killy nicht wieder zu sich kommen würde. Andererseits hatte ich im Hinterkopf, dass der Zahnarzt sicher weiß, welche Dosis er benötigt und sie nicht das erste Pferd ist, welches von ihm behandelt wurde. Da ich zudem auch mithelfen musste/durfte/konnte, hatte ich gar nicht die Gelegenheit mir großartig Gedanken zu machen. Ich war ziemlich damit beschäftigt, den Kopf hochzuhalten (haben alle Pferde so einen wahnsinnig schweren Kopf?).

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Was ich total spannend fand war, dass ich auch mal meine Hand in Killy ihr Maul stecken durfte um die Zähne zu fühlen. Im Grunde ist mein gesamter Unterarm in ihrem Maul verschwunden, was im ersten Moment furchtbar erschreckend war, im zweiten aber auch irgendwie witzig. Man kommt schließlich nicht jeden Tag zu so einem Erlebnis. Wer also die Möglichkeit hat, solch einem Termin beiwohnen zu können, sollte dies unbedingt mal gemacht haben.

Nun aber zurück zum eigentlichen Thema. Was war denn nun in Killys Mund los? Tatsächlich (ein Glück) nicht viel. Ihre Schneidezähne waren etwas lang und an den Backenzähnen hatten sich ein paar scharfe Kanten sowie auf jeder Seite eine Art Stufe gebildet. Nichts, was der Zahnarzt nicht richten konnte oder ihm arg zu denken gab. Außerdem hatte Killy noch ihre Wolfszähne drin. Richtig gelesen, hatte. Die wurden kurzerhand entfernt und liegen nun bei mir zu Hause. Was ich damit anfange weiß ich noch nicht. Die Idee ist aktuell einen der Zähne in ein Armband arbeiten zu lassen. Quasi als Erinnerung. Ist zum einen aber ziemlich kostspielig und zum anderen bin ich nicht sicher, ob die Zähne nicht doch zu klein dafür sind. Letztendlich werde ich das wohl spontan entscheiden. Fannys Schweifhaare liegen hier ja auch noch rum, bereit zu einem Armband verarbeitet zu werden. Allerdings liegen die auch seit ihrem Tod schon in einer Kiste und ich war bisher noch nicht in der Lage, diese Kiste zu öffnen. Ihr merkt, Fanny macht mir noch immer sehr zu schaffen, auch wenn Killy die beste Nachfolgerin ist, die ich mir jemals hätte wünschen können.

Ich schweife wieder ab. Was ich eigentlich noch hinzufügen wollte ist, dass Killy den Zahnarzt super überstanden hat und keine Probleme aufgetreten sind. Sie kam relativ schnell wieder zu sich und hatte auch keinerlei Kreislaufprobleme. Jedenfalls hat sie diese nicht gezeigt, denn ihre erste Reaktion auf der Koppel war es, zu ihrer Herde zu galoppieren, nachdem ich mich verabschiedet hatte (so lange wartet sie immer). Davon, dass sie noch zwei Stunden zuvor total benommen war, war nichts zu spüren. Umso besser, ich habe es wirklich lieber so, als irgendwie anders. Ein so gesundes Pferd zu haben ist für viele sicher die reinste Selbstverständlichkeit, mir hingegen bedeutet das unglaublich viel.

Prinzipiell rechne ich irgendwie immer mit dem Schlimmsten und kann mein Glück dann immer gar nicht fassen, wenn doch alles im grünen Bereich ist.

Pferdephysiotherapie 2.0

Ziemlich genau zwei Monate sind vergangen, seitdem Yve von Equi-Delta uns zum ersten Mal besucht hat. Was genau sie da so an Kilkenny gefunden hat und wie ich überhaupt zu ihr kam, könnt ihr gerne hier nachlesen.
Nun ging es also darum bestehende Baustellen auf Fort- oder auch Rückschritte zu kontrollieren und gegebenenfalls auch neue Ansätze zu finden – kurz gesagt: Nachbehandlung.

Wie auch bei unserem ersten Termin fingen wir mit einem Gespräch an, was sich allerdings sehr kurz hielt, da es einfach keine neuen Auffälligkeiten gibt die ich ihr hätte berichten können. So wurde Killy recht schnell geholt und wieder erfolgte als erstes eine Ganganalyse. Im Großen und Ganzen war Killy etwas lockerer als beim letzten Mal, jedoch sind die Hufe nach wie vor eine massive Baustelle. Hier haben wir jedoch nicht viele Möglichkeiten offen, da Eisen aufgrund ihrer Hufstruktur keine Option sind. Was wir genau unternehmen, werde ich in Absprache mit meinem Hufschmied entscheiden, jedoch rechne ich fast damit, dass wir Hufschuhe ausprobieren werden. Ein Thema, wozu es wohl bald einen gesonderten Beitrag geben wird. Auch wenn dies für mich im ersten Augenblick natürlich richtig blöd ist, weil es mit unglaublich viel Aufwand verbunden ist, bin ich froh, dass wir so „früh“ an dem Problem ansetzen können bevor sich doch nachhaltige Schäden entwickeln. Tatsächlich ist es nämlich so, dass wir noch alles rumreißen können.

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Zu meiner großen Freude war der gesamte Rückenbereich wie bei unserem ersten Termin ohne Befund. Hier ist also alles super und ich reite (bis hierhin) keine Verspannungen etc. rein, was mich echt glücklich macht. Zudem haben wir (irgendwie) den Lendenbereich wieder gelöst bekommen. Zwar noch nicht vollständig, aber dort ist sie wenigstens nicht mehr „taub“ und dieser Fortschritt zeigt mir, dass ich wohl doch nicht alles falsch mache.

Nach wie vor ist sie im Hals und in der Schulter doch relativ fest, woran wir weiter arbeiten werden, allerdings hängt das auch ziemlich mit den Hufen zusammen. Trotz dessen sind wir mit den heutigen Befunden wesentlich zufriedener, da eine Besserung direkt sichtbar war.

Auch hat Killy sich heute wesentlich besser benommen und weniger „gepanzert“ als beim letzten Termin. Zwar passte ihr nicht alles, aber das kompensierte sie eher durch Unsinn machen, als durch weggehen oder umschubsen. Dafür hatte sie halt kurz meine Jacke im Maul (was hab ich da auch Leckereien drin?). Generell konnten wir uns jedoch prächtig über ihre Einfälle amüsieren, auch wenn sie teilweise wirklich frech war. Aber lieber so, als dass sie ihre Kraft gegen uns einsetzt.

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Alles in Allem waren wir durchaus zufrieden mit Killy. Auch wenn sie ein eher befundloses Pferd ist, wird Yve uns auch zukünftig weiter in regelmäßigen Abständen besuchen. Das ist mir wichtig, um jede eventuelle Kleinigkeit bereits im Keim entdecken zu können und so auch eine regelmäßige Kontrolle darüber zu haben, was unter dem Fell so los ist. Fanny hat mich eben doch einiges gelehrt.

All denen, die in Yve ihrem Einzugsgebiet liegen, kann ich sie wirklich nur wärmstens empfehlen. Ich fühle mich unfassbar gut aufgehoben und kann dank der schriftlichen Befunde auch längerfristig genau nachvollziehen, was wir wann besprochen haben. So habe ich eine Übersicht, ohne mir selbst Mitschriften machen zu müssen. Zudem hat sie mir einige Kontrollpunkte gezeigt an denen ich überprüfen kann, ob im Rücken alles soweit in Ordnung ist. Dazu hat sie mir auch eine Anleitung mitgegeben, sodass ich da im Grunde nichts falsch machen kann.

Morgen kommt dann der Pferde-Zahnarzt zu Besuch und in Kürze auch der Schmied. Über beide Termine (und die weiteren mit Yve) halte ich euch hier natürlich auf dem Laufenden.

 

Durch die Nacht mit…

…mir.

Nach einiger Zeit ohne viel Feierei habe ich wieder ein Wochenende im Nachtleben von Berlin verbracht. Ein Wochenende, was für meinen Körper sichtlich ungewohnt war – schließlich ist es ja doch eine ganze Weile her bei mir. Ich sage euch, mit 20 wird man doch langsam alt.

Nun aber zu den wichtigen Themen des Wochenendes. Ich war Freitag endlich mal wieder auf einem Konzert, welches mir persönlich sehr am Herzen liegt. Nachdem ich 2014 zum ersten Mal mit auf ein Greeen Konzert genommen wurde, lasse ich es mir nicht mehr nehmen besagten Rapper zu unterstützen. Zu sympathisch ist dieser Mensch, zu familiär die Konzerte. Offen gesagt, seit 2014 hat sich auch diesbezüglich einiges getan, auch Greeen ist etwas bekannter geworden. Dennoch nimmt er sich nach den Konzerten immer noch für jeden von uns die Zeit für mitunter auch sehr ausgiebige Gespräche. So kommt es, dass man sich zumindest vage kennenlernt und immer eine Art „hey, dich kenn‘ ich doch“ von Seiten des Künstlers kommt.

Nach nun vier Konzerten habe ich bei diesem entschieden die Zeit nach dem Auftritt nicht damit zu verbringen, zu warten um mit Pasquale (Greeen) zu sprechen. Stattdessen wollte ich diesmal einem anderen, meiner Meinung nach irgendwie immer im Hintergrund stehenden, Menschen die Zeit für ein Gespräch rauben: Marvin Springfield. Immer dabei, immer an den Turntables, immer die Stimme im Hintergrund. Ich muss zugeben, anfangs wusste ich nicht was ich mit ihm anfangen soll, wirkte er doch immer eher distanziert, wodurch ich auch irgendwie nicht den Mut hatte ihn anzusprechen. Mit der Zeit (drei Jahre sind durchaus recht viel) habe aber auch ich mitbekommen, dass er ebenfalls ein unfassbar lieber Mensch ist. Sobald ich dann seinen Merch gesehen habe, stand fest: ich muss das haben. So kam es auch, denn ich habe mir  einen unglaublich schönen Pulli gekauft und als ich ihn damit konfrontiert habe, hat man direkt eine Mischung aus Ungläubigkeit und Freude in seinem Gesicht gesehen. Das war so mein Moment des Abends, denn nichts ist für mich schöner, als zu sehen wie sich ein Mensch ehrlich freut, weil man das was er macht gut findet. Wir hatten ein super Gespräch, in dem er zu meinem Erstaunen sogar meinen Namen zuordnen konnte.

Nachdem das Konzert um war, stand kurz die Überlegung im Raum mit ein paar anderen zu einer Homeparty zu fahren. Irgendwie hatte ich aber viel mehr Lust auf die Trailerpark Bar, wodurch ich mich letztlich von der Gruppe verabschiedet habe und zum ersten Mal in meinem Leben alleine in eine Bar gegangen bin. Dass ich auf Festivals regelmäßig meine Leute verliere und alleine unterwegs bin, daran habe ich mich ja nun gewöhnt. Alleine jedoch durch Berlin zu ziehen, das war dann doch etwas ungewohnt. Letztendlich bin ich froh es gemacht zu haben. In der Bar habe ich ein paar super liebe Menschen kennengelernt und Barkeeper Ecke hat mir den Rapetrain in neuer Dimension gezeigt, nämlich mit Gin. Ich kann mich an kein Getränk erinnern, was mir besser gefallen hat, als dieses.

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Nachdem ich in der Bar den einen oder anderen Rapetrain bekommen habe und einige schöne Gespräche führen durfte – an dieser Stelle einmal Danke an die lieben Menschen, die sich meiner erbarmt haben, hielt ich es für eine gute Idee noch feiern zu gehen. Schon relativ lange wollte ich mir mal das Kater Blau von innen angucken. Kaum hatte ich darüber nachgedacht, war ich auch schon auf dem Weg dorthin, bzw. drin. Im Nachhinein ärgere ich mich ein wenig, erst so spät dorthin gefahren zu sein, denn mich überkam dann doch recht schnell die gute Müdigkeit, sodass ich nach drei Stunden beschlossen habe, dass es besser ist nach Hause zu fahren. Im Übrigen bin ich ein Genie, wodurch ich statt 10 Minuten zum Ostbahnhof zu laufen einfach in die falsche Richtung gelaufen bin und letztendlich am Alexanderplatz gelandet bin. Orientierung ist mein Ding. Immerhin hatte ich somit schon früh morgens mein Schritteziel komplett, ich sagte doch, ich bin ein Genie.

Zu meinem Erstaunen war ich Samstag (nach lediglich drei Stunden Schlaf, weil ich nicht länger schlafen konnte) relativ fit. Das war auch gut so, denn für Samstag Abend stand eine ganz besondere Bar auf dem Programm (ja, die Trailerpark Bar). Das war jedoch schon einige Tage so geplant, also sind wir da auch relativ spät am Abend hin. In der Bar angekommen wurde ich von Ecke direkt mit einem „Rapetrain mit Gin hm?“ begrüßt und musste darüber etwas schmunzeln. Er hatte so recht. Der zweite Barkeeper (sorry, den Namen weiß ich leider nicht) fragte mich nur etwas irritiert, ob nicht am Vortag schon dagewesen war – erwischt.

Diesmal war der Abend jedoch weniger mit Feierlaune verbunden, sondern einfach ein super entspannter Abend mit ganz viel Stuss, den wir so zusammen geredet haben. Zwischendurch gingen wir Burger essen, um danach wieder in der Bar zu hocken und einfach ’ne Runde dummes Zeug zu reden. Was habe ich gelacht an dem Abend, welcher relativ schnell wieder endete, weil wir doch recht fertig waren vom Vorabend. An der Warschauer Straße hörten wir einem Musiker zu, der wirklich cool war und total sympathisch war, bis wir irgendwann entschieden, dass wir nun doch mal nach Hause fahren sollten.

Mein Sonntag bestand folglich tatsächlich aus einem ganzen Tag Schlaf, bis ich abends dann doch noch zu Killy gefahren bin. Mein Körper hat mir dieses Wochenende nicht wirklich gedankt und sich Sonntag eben den fehlenden Schlaf zurückgeholt.
Letztendlich war es dennoch eine super Abwechslung und ehrlich gesagt, es tat mir auch gut, einfach mal wieder so ein Wochenende zu erleben. Wird nun auch nicht die Regel werden, aber so hin und wieder kann man sowas durchaus machen.

Mein Pferd steht in Vollpension

Bin ich nun eine schlechte Pferdemami?

Vor nicht allzu langer Zeit hörte ich ein Gespräch mit an in welchem folgende Kategorien unterschieden wurden: Pferdebesitzer, Pferdehalter und Reiter. Inhalt von diesem Gespräch war, dass man sein Pferd nur gänzlich lieben kann, wenn man eben alles davon ist. Gleichzeitig bedeutet dies, dass man also den Stall mistet, sein Pferd finanziert, es pflegt und reitet. Wer nicht alles davon tut, liebt sein Pferd nicht. Aha.

Für mich klingt das nun so, als würde ich Kilkenny komplett vernachlässigen, schließlich fahre ich meist „nur“ zum Pferd putzen und reiten hin. Das Misten überlasse ich ruhigen Gewissens anderen Menschen (die werden dafür aber auch bezahlt) und ganz banal gesagt habe ich gar nicht die Zeit zweimal täglich, morgens und abends, zum füttern, misten, rausbringen usw. in den Stall zu fahren. Dann hätte ich nämlich keine Gelegenheit mehr andere Dinge zu tun und Killy meine volle Aufmerksamkeit zu schenken. Für mich wichtige Dinge wie die Beschäftigung mit meinem Pferd würden dadurch enorm eingeschränkt, was unter anderem der Grund ist, warum ich mich für einen Stall entschieden habe, der Vollpension anbietet.

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Natürlich würde ich einiges einsparen, wenn ich in einen Stall wechseln würde, wo die Einsteller ebenfalls etwas tun müssen, das habe ich jedoch alles schon durch und ich habe eben genau die Erfahrung gemacht, dann recht unausgeglichen im Stall zu sein, weil im Hinterkopf immer noch eine Aufgabe hockt, die erledigt werden will. Da fahre ich deutlich lieber ohne große Verpflichtungen in den Stall und nutze die Zeit ausgiebig für mich und Kilkenny.

Auch die Tatsache, dass ich es eben nicht mag, wenn mein Pferd sich an mir schubbert oder mich vollsabbert wurde damit abgetan, dass ich „ein typischer Reiter“ wäre. Was das damit zu tun hat, ist für mich fraglich. Ich sehe schubbern als furchtbar respektlos an und finde es schlichtweg unangenehm überall die Sabber meines Pferdes zu haben. Schließlich habe ich auch im Stall noch Kontakt zu anderen Menschen und gehe oft im Anschluss auch einkaufen. Wer will da schon komplett voll gesabbert sein? Trotzdem kuschel ich mein Pferd und ekel mich nicht vor Killy. Es gibt einfach Dinge, die ich für unnötig empfinde und deshalb werden diese unterbunden. Das bedeutet aber nicht, dass ich mein Pferd deshalb weniger liebe.

Im Gegenteil. Ich bin sogar der Auffassung, dass es meinem Pferd deutlich besser geht, wenn ich es in Vollpension stehen habe. So kann ich nämlich gewährleisten, dass immer jemand da ist, der sich um sie kümmert. Sie hat eine feste Fütterungsroutine, einen geregelten Tagesablauf und eben dies kann ich ihr nicht bieten, wenn ich sie selbst versorge. Dafür zahle ich auch gerne einen höheren Preis für den Unterhalt meines Pferdes, wenn dies bedeutet, dass ich bedenkenlos in den Urlaub fahren kann und mir keine Gedanken machen muss, wenn ich krank werde.

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Ich will hiermit nicht pauschalisieren, dass es Pferden besser geht, wenn sie in Vollpension stehen. Da wäre ich kein Stück besser, als diejenigen die behaupten, Pferde in Vollpension würden weniger geliebt. Ich denke, was das angeht muss jeder selbst entscheiden, wie es für einen besser zu handhaben ist. In Bezug auf Pferdehaltung unterstelle ich einfach mal, dass wir alle nur das Beste für unsere Tiere wollen. Wer also die Zeit und die Gegebenheiten hat, um sich vollkommen selbst um sein Pferd zu kümmern, wird dies sicher auch mit gewissem Herzblut tun und diesem Pferd wird es auch nicht schlecht gehen.

Gerade in ländlichen Regionen sieht man ja oft „das Pferd im Garten“. Natürlich ist auch das ein kleiner Lebenstraum von mir, denn ich kann mir nichts schöneres vorstellen, als auf einem riesigen Grundstück mit eigenem Stall zu wohnen. Leider habe ich jedoch nichts dergleichen geerbt und ehe ich mir ein solches Grundstück finanzieren kann, vergeht wohl noch einiges an Zeit. Zudem gehe ich davon aus die nächsten Jahre berufstätig zu sein und irgendwo hätte ich auch gerne Zeit für mich und die Familie. Das Pferd im Garten passt da nicht so recht rein, es sei denn ich hätte Personal, welches für mich das Misten etc. übernimmt. Wenn ich es so betrachte, kann ich Killy aber auch getrost in Vollpension stehen lassen.

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Wie bei allen Themen im Pferdebereich gibt es hierzu wohl so einige Meinungen, die garantiert auch wieder meilenweit auseinander liegen.
Was ich einfach nur loswerden wollte ist, dass man nicht nach der Haltungsform pauschalisieren sollte, wie sehr ein Mensch sein Pferd liebt. Es gibt nach wie vor Menschen, die finanziell nicht die Möglichkeiten haben, das eigene Pferd in Vollpension zu stellen. Nur weil diese eben einen günstigeren Stall wählen, wo sie mehr mit anpacken müssen, bedeutet das doch nicht, dass diese Leute ihr Pferd weniger lieben oder gar weniger dafür aufwenden. Körperlich investieren sie nämlich weitaus mehr. Im Gegensatz dazu liebt man sein Pferd doch aber auch nicht weniger, nur weil man mehr Geld investiert und sich somit das Drumherum erspart, weil man es zeitlich nunmal nicht auf sich nehmen kann (oder will).

Ich für meinen Teil würde monatlich nicht so viel Geld für ein Tier ausgeben, wenn ich nicht mit vollem Herzen dahinter stünde.

Angst vor der Kamera

Wie Killy und ich jedes Shooting überstehen

Ich muss mal eben zugeben, so gerne ich mir die Fotos von Nina ansehe, zu wissen, dass dies nur ein kleiner Teil aller gemachten ist, ist regelrecht erschreckend. Bei jedem Shooting sind Bilder dabei, wo man sich durchaus fragt, wie meine Gesichtszüge so entgleisen konnten. Natürlich sind diese Bilder immer auch sehr mit Humor zu nehmen und eine schöne Abwechslung, sie zeigen aber auch deutlich, dass ich eben kein Profi vor der Kamera bin.

Ehrlich gesagt fielen mir die ersten Shootings auch furchtbar schwer. Nicht nur die Tatsache, dass wir irgendwie Killy in das rechte Licht rücken müssen, nein, auch ich bin auf vielen Bildern zu sehen und möchte diese natürlich nicht durch einen blöden Gesichtsausdruck oder eine ungünstige Körperhaltung versauen. Dabei jedoch noch möglichst natürlich zu lächeln war anfangs wirklich nicht leicht.

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Fanny und ich – Dezember 2014

Als Nina und ich anfingen, hier und dort Bilder zu machen, hatten wir beide eigentlich keine Ahnung davon, wie man nun Mensch und Pferd richtig in Szene setzt. Ich muss dazu aber auch sagen, dass Killy ein wesentlich besseres Model abgibt, als Fanny. Dass sie schöner ist, will ich gar nicht sagen, allerdings präsentiert sie sich ganz anders und bietet uns auch viel mehr an. Während Killy wirklich mal eine Weile stehen bleibt, sodass Detailbilder ohne Probleme machbar sind, war Fanny von der ungeduldigen Sorte und hat es Nina und mir alles andere als leicht gemacht.

Zudem wachsen Nina und ich auch mit unseren Aufgaben. Seit ich diesen Blog habe, treffen wir uns regelmäßiger und ich möchte mal eben behaupten, dass die Qualität der Bilder heute eine ganz andere ist, als die derer von 2014. Das ist uns beiden schon aufgefallen, denn wenn man sie direkt miteinander vergleicht, sieht man deutliche Unterschiede (auch bei mir).

Mit der Zeit und der Routine haben wir neue Ideen bekommen, wie man etwas umsetzen kann. So greifen wir nicht selten bereits entstandene Bilder auf und verwirklichen diese einfach nochmal anders (Nina, wie viele Bilder gibt es von Killy und mir am Putzplatz oder von hinten wenn wir irgendwo langlaufen?). Auch was die Kulisse angeht, sind wir mittlerweile echt flexibel geworden und haben immer neue Ideen, was man wo am besten realisieren könnte. So schaffen wir uns langsam aber sicher immer mehr Vielfalt, auch wenn es furchtbar anstrengend ist, an nur einem Tag vier Kulissen „abzuarbeiten“.
Auch lerne ich langsam, meine Gesichtszüge unter Kontrolle zu halten. Es wird schon besser, allerdings will es mir nie so richtig gelingen (ihr seht gleich ein Paradebeispiel).
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Bilder wie dieses findet man in jedem der Ordner von unseren Shootings. Ich kann sogar dafür garantieren, dass es nie bei nur einem bleibt. Ist es dann so wie hier, dass Killy auch seltsam guckt, ist jedoch auch ein solches Bild auf seine eigene Art irgendwie perfekt.
Ich war mir tatsächlich nie bewusst darüber, dass ich gerne einen solchen Gesichtsfasching veranstalte. Es kann nur besser werden und ich denke hier bin ich auch eine ziemliche Herausforderung für Nina. Wie soll sie schließlich schöne Bilder machen, wenn ich so gucke?

Sie schafft es irgendwie aber trotzdem immer, in ihrer Kamera unfassbar schöne Bilder festzuhalten.
Wie aber überwindet man die Scheu vor der Kamera? Ich denke dazu kann ich nicht viel sagen, denn letztendlich macht es die Routine, aber eins sei gewiss: ein kleines Lächeln für die Kamera ist gar nicht so schlimm. Eine Kamera frisst niemanden auf und wenn die Chemie zwischen Fotograf und einem selbst stimmt und beide wissen, wofür man das alles macht,  ist es gar nicht so schwierig hier und da freundlich zu gucken.
Je öfter Nina und ich uns treffen, desto genauer werden unsere Vorstellungen dessen, was wir am Ende des Tages geschafft haben wollen. Standen wir vor 4 Monaten recht planlos im Stall, haben wir mittlerweile immer eine Art Skript und planen vorher vieles durch (klappt nicht immer, aber immer öfter). Wir sind eben alle keine Profis, allerdings ist es für mich langsam nichts gravierend aufregendes, wenn Nina mit ihrer Kamera dabei ist. Im Gegenteil, es ist irgendwo Normalität geworden und macht mir (und vielleicht auch Killy und Nina) immer mehr Spaß und das spiegelt sich sehr in den Bildern wieder. Denn (oh Wunder) die Bilder, die geschossen werden, während wir alle völlig zwanglos agieren, sind immer die schönsten.

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