„Von Eskadron lernt man auch nicht reiten.“

Ich habe es wieder getan..

Ich habe „schon wieder“ neue Sachen für Kilkenny von Eskadron. Ein leidiges Thema. Meine Leidensgenossen werden voll und ganz verstehen können, was ich nun berichte. Der Rest wird vermutlich einfach nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und meine Stallgenossen haben sich vermutlich schon fast daran gewöhnt, dass Nina recht häufig mitkommt und wir dann shooten was das Zeug hält. Weiterlesen

Wo die Spiegelreflex deine Bibel ersetzt

Nina (20) sucht…

…gelegentlich Fotomotive und Leute, die ihre Ideen in die Tat umsetzen. Ich bin Nina, 20 Jahre alt und studiere zusammen mit Miri. Sie hat mir netterweise  vor einiger Zeit die Möglichkeit gegeben, hier einen kleinen Beitrag über mich zu verfassen. Und da ich ja regelmäßig für die Bilder verantwortlich bin, wollte ich ein paar Hobbyfotografen und Fotobegeisterten einen Einblick in mein Hobby geben. Ich bin keineswegs ein gelernter Fotograf und würde mich auch niemals als Profi bezeichnen. Fotografieren macht mir einfach Spaß und es stellt für mich einen kreativen Ausgleich zum Studium dar. Wer sich für meine Fotos interessiert, darf gern mal auf meinem Flickr vorbeischauen.
Fotos bringen bekanntlich noch einmal wesentlich mehr zum Ausdruck als ein reiner Text. Sie sollen Berichte und Erzählungen veranschaulichen. Dabei sollen sie möglichst authentisch sein und die Wahrheit nicht zu sehr verzerren. Aber natürlich will man auch das bestmögliche aus einem Motiv herausholen. Um gute Fotos zu machen, sind meiner Meinung nach folgende 3 Faktoren essentiell:

#1 Technik und Kreativität
Wie bei jedem Handwerk ist es besonders wichtig zu verstehen wie so’ne Kamera aufgebaut ist und funktioniert. Als ich mit 13 angefangen habe, die ersten Bilder mit meiner Digitalkamera zu machen, bin ich relativ schnell dahinter gekommen, dass die Automatikfunktion zwar immer halbwegs vernünftige Bilder produziert, dafür aber auch eine sehr langweilige Funktion ist. Astronomische Motive sowie Levitation und Lichtmalereien, haben mich in meiner Jugend motiviert, um mich mal etwas ernsthafter mit Blende, Belichtungszeit und ISO-Werten auseinanderzusetzen. Wie sich später herausstellte, war das auch vernünftig, da mir plötzlich die alte analoge Kamera meines Vaters (Exa 1b) in die Hand gedrückt wurde. Aus Speicherkarten wurden Filme und aus Autofokus wurde manueller. Und ich hatte nie wieder mit einem leeren Akku zu kämpfen. Ein Jahr lang analog zu fotografieren, lässt einen auch irgendwann einfach ein Gefühl für die richtige Einstellung entwickeln. Zumindest, nachdem man mehrere komplett schwarze oder komplett weiße Bilder in der Hand hält.

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Allerdings bin – und war – ich auch nie jemand, der darauf Wert legt, dass man alles so macht wie es im Lehrbuch steht. Wie würde man sich denn da weiterentwickeln?
Ich bin relativ überzeugt davon, dass Kreativität ebenso zu guten Fotos beiträgt. Lustigerweise würde ich niemals von mir behaupten, dass ich ein besonders kreativer Mensch bin. Ich glaube es ist viel mehr das richtige Händchen für ein Motiv, für die Ausrichtung des Bildes und das Brechen von Regeln (sofern es passt). Manchmal wirkt  1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, … dann doch gar nicht so golden. Oder die Belichtung ist gewollt dunkler, als das Messsystem der Kamera anzeigt.

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#2 Motive und Stil
Fotografie ist ja grundsätzlich ein Hobby, was sich super gut mit anderen Hobbies kombinieren lässt, sei es Reiten, Mountain Biking oder Lifestyle (Wie viele Fashion, Travel oder Food Blogs gibt es eigentlich inzwischen?). Ich war zunehmend für Urlaubsfotos zuständig und fand dort auch das Motiv, was mir am meisten Spaß bereitet: der Mensch. Menschen (und Tiere) lassen meiner Meinung nach mehr Spielraum in der Gestaltung des Motivs. Durch Mimik und Gestik habe ich als  Fotograf noch viel mehr Freiraum und Möglichkeiten. Das ist es auch, weshalb mir Stillleben häufig so Bauchschmerzen bereiten. Klar kann ich hier auch mit Lichteinfall, Perspektive und Fokus spielen. Aber mit Menschen macht’s einfach viel mehr Spaß. Wenn niemand Modell stehen will, mache ich aus der Not eine Tugend und Lichte mich einfach selbst ab.
Wie immer gilt hier jedoch auch, dass man einfach ausprobieren muss, was einem liegt. So gefallen mir monochrome Fotos meist viel besser als farbige.

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#3 Die Sache mit dem Equipment…
…ist mit Abstand von allen drei Punkten der unrelevanteste. Ich kenne Leute, die mit ihrer Handykamera schon die genialsten Bilder gemacht haben. Aber ich denke früher oder später macht jeden (Hobby-)Fotografen das Geräusch des Spiegelschlags einfach glücklicher. Ich fotografiere seit Anfang 2013 mit einer Nikon D7000. Die ergänze ich durch
– NIKKOR 35mm f1.8
– NIKKOR 18-105mm f.3,5-5,6G ED
– Yongnuo YN-468 II i-TTL Blitz
– Hoya PRO1 Digital CIRCULAR PL (einmal 67mm und einmal 52mm)
– ’n altes Stativ von meinem Bruder, was halb kaputt ist
– Putzzeug, Speicherkarte, Ersatzakku, Rucksack, Fernauslöser
– Adobe Photoshop Lightroom 4 für die Bildbearbeitung
Da meine Exa leider irreperabel kaputt gegangen ist, bin ich momentan ohne analoges Set unterwegs.
Eigentlich ist bis auf eine funktionierende Kamera alles relativ optional. An den Blitz trau‘ ich mich bis heute nicht so richtig ran. In der Nachbearbeitung kann man wieder gut mit Temperaturen, Sättigungen oder Kontrasten spielen. Zum einfachen Korrigieren von Weißabgleich, Belichtung und Kontrast reichen auch oft kostenlose Programme aus. Allerdings möchte ich Lightroom mittlerweile nicht mehr missen. Ich habe mich da super schnell reingefunden und mir reicht es vollkommen aus. Photoshop ist mir hingegen häufig zu unübersichtlich und ich brauche damit immer Ewigkeiten. Außerdem ist es mir immer schlichtweg zu teuer gewesen.

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Abschließend noch ein paar Tipps für Pferdefotografie

Um ehrlich zu sein, hatte ich so überhaupt nichts mit Pferden am Hut, bevor ich Miri 2014 kennengelernt habe. Aber dann kamen wir halt irgendwann aufs Thema Fotos zu sprechen und ich bat mich an, um sie mal mit ihrem Pony abzulichten. Auch hier sind die ersten Bilder aus heutiger Sicht eher für die Mülltonne als für die Wohnzimmerwand. Aber irgendwann hat man sowohl durch’s Probieren als auch Studieren den Dreh einigermaßen raus. Hier meine eigenen ‚Regeln‘:

  1. Belichtungszeit. Nehmt für scharfe Fotos immer eine schnelle Belichtungszeit. Wenn’s draußen hell genug ist, mindestens 1/200s. Pferde bewegen sich ja gerne mal spontan. Spielt da lieber ein bisschen mehr mit der Blende und dem ISO-Wert rum.  Besonders wichtig, wenn ihr ein Pferd im Trab fotografieren wollt, damit auch die Beine scharf sind.
  2. Serienaufnahme. Auch wichtig, wenn man das Tier in schnellen Bewegungen oder Bewegungsabläufen ablichten will. So hat man mehr detaillierte Aufnahmen.
  3. Fokus. Kennt den (Auto-)Fokus eurer Kamera gut. Meist muss ich die Hälfte der Bilder löschen, da das Tier unscharf ist. Von manuellem Fokus würde ich grundsätzlich abraten, wenn euer Model nicht komplett still steht.
  4. Perspektive. So’n Pferdekopf kann schnell mal riesig aussehen. Oder nach Esel. Oft ist eine Frontalansicht einfach unvorteilhaft. Also lieber mal auf ein Viertel- oder Halbprofil zurückgreifen. Zudem gilt: besser Frosch- als Vogelperspektive. Von oben sehen Pferde – besonders Ponys – noch gedrungener aus. Das will niemand. Will man die Tiere noch majestetischer Aussehen lassen, einfach mal auf den Boden legen und hier ein paar Schnappschüsse machen.
  5. Zeit. Gerade bei Fotos zusammen mit dem Reiter, kann es ewig dauern bis beide eine halbwegs annehmbare Pose machen. Der ein oder andere entglittene Gesichtsausdruck ist bei jedem Fotoshooting garantiert dabei.
  6. Solltet ihr ein bisschen Geld übrig haben, investiert unbedingt in ein Teleobjektiv. Also damit meine ich so ab 300mm. Das wird auch voraussichtlich meine nächste Anschaffung sein. So kann man die Tiere auch aus der Ferne fotografieren, ohne das sie sich beobachtet fühlen. Bilder wirken so meist viel natürlicher. Außerdem auch sehr für schnelle Bewegungen wie Trab zu empfehlen, da man das Pferd mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht so nah an sich heran bekommt, ohne umgerannt zu werden.

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Allerdings würde ich noch lange nicht sagen, dass meine Fotos von Killy und Co. vom Niveau her annähernd an meine Porträts herankommen. In der Hinsicht bin ich wohl einfach zu perfektionistisch und weiß, dass ich meine Kenntnisse ausbauen und noch viel dazulernen kann.

Viel Spaß weiterhin bei euren Fotos! Der nächste Blogeintrag ist dann wie gewohnt wieder von Miri.

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Pferdephysiotherapie für Killy

Vergangenes Jahr im Sommer haben meine Mama und ich bei einem Gewinnspiel von Equi-Delta mitgemacht. Zu gewinnen gab es einen Termin mit allen Leistungen, die bei einem Ersttermin so anfallen im Wert von 115€. Gewünscht hatten wir uns diesen Termin für Fanny, da sie jede Hilfe nötig hatte, die sie kriegen konnte. Tatsächlich wurde Mama dann auch als glückliche Gewinnerin gelost und die Freude war natürlich riesig.  Weiterlesen

Neue Schuhe für Kilkenny

Es ist wie bei allem: beim Thema Hufpflege gehen die Meinungen auseinander. Sicher gibt es für alle Arten dieses Thema anzugehen gute Argumente, jedoch sind mir einige einfach unbegreiflich. Seitdem Killy bei mir ist, sieht sie regelmäßig einen Hufschmied. Das hängt einfach mit meiner Überzeugung zusammen, dass die Gesundheit eines Pferdes stark an den Hufen hängt. Weiterlesen

Ich fahre zur Equitana

Dieses Jahr geht ein sehr großer Wunsch von mir in Erfüllung: Ich schaffe es tatsächlich zur Equitana zu fahren. Zu Beginn des Jahres habe ich meine Pläne endlich auch einmal auf diese Messe zu können, eigentlich abgehakt. Es schien alles einfach nicht stimmig und Essen ist für mich halt auch gar nicht um die nächste Ecke, sondern schon ein Stück weiter weg. Ich hätte mich also um ein Hotel bemühen müssen und dann noch jemanden finden müssen, der ebenfalls dorthin möchte.  Weiterlesen